Soziales
Bausback lobt Fachambulanz für Straftäter
München (epd). Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) hat die Bedeutung einer erfolgreichen Resozialisierung von Straftätern hervorgehoben. Zum zehnjährigen Bestehen der psychotherapeutischen Fachambulanz für Sexual- und Gewaltstraftäter in München sagte er, diese leiste dazu einen ganz wichtigen Beitrag. Die Fachambulanz wurde 2008 von der bayerischen Justiz gemeinsam mit dem Evangelischen Hilfswerk gegründet.

Die Fachambulanz trage wesentlich dazu bei, die Bevölkerung vor Rückfalltaten zu schützen, sagte Bausback. Die aktuellen Überwachungsinstrumente könnten keine absolute Sicherheit bieten. "Der zuverlässigste Opferschutz ist immer noch eine erfolgreiche Resozialisierung des Täters", sagte der Minister in seiner Rede. Therapien seien hierbei "essenziell, um Rückfallrisiken zu minimieren", und hätten einen messbaren kriminalpräventiven Effekt.

Nachdem der Justiz nicht genug geeignete Therapeuten zur Verfügung standen, wurde 2008 die psychotherapeutische Fachambulanz gegründet, die vom Evangelischen Hilfswerk betrieben wird. Bausback nannte deren Arbeit "sehr professionell und erfolgreich": Die Rückfallraten seien signifikant gesunken. Seit 2009 beziehungsweise 2011 gibt es weitere Fachambulanzen in Nürnberg und Würzburg.