Kultur
Ausstellung zur Markgrafenkultur in Bayreuth
Bayreuth (epd). Mit den Fensterschürzen, einem Fassadenschmuck an Bauern- und Sandsteinhäusern im Bayreuther Umland, beschäftigt sich vom 19. Februar bis zum 16. März eine Ausstellung im Landratsamt Bayreuth. Sie ist Bestandteil der Reihe "Entdecke die Schätze der Region", die zur Verkürzung der Wartezeit auf die Wiedereröffnung des Weltkulturerbes Markgräfliches Opernhaus jeden Monat ein neues Thema der Markgrafenkultur in der Region Bayreuth/Kulmbach präsentiert. Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes will der Verein "Rettet die Fachwerkhäuser e.V." mit seiner aktuellen Ausstellung auf die Schönheit und die baulichen Besonderheiten von Gebäuden aufmerksam machen.

Vorbilder für die Fensterschürzen im Bayreuther Umland sind den Angaben zufolge barocke Sandsteinbauten aus der Markgrafenzeit, vorwiegend aus der Blütezeit der Bauprojekte von Markgraf Friedrich von 1748 bis 1763. Eine besondere Rolle habe dieser Schmuck aber auch beim Wiederaufbau der Amts- und Bürgerhäuser in Weidenberg unter Markgraf Carl Alexander und Hofarchitekt Johann Gottlieb Riedel nach dem großen Brand 1770 gespielt. Zur vorbildlichen Barockfassadengliederung seien nun die klassizistisch-barocken Fensterschürzen hinzugekommen. Von hier aus habe sich in den Jahren 1800 bis 1860 eine größere Formenvielfalt in der Fassadengliederung bäuerlicher Sandsteinbauten verbreitet. So seien Weinreben, Herzen und Blumentöpfe ebenso zu entdecken wie Engel, Segenssprüche oder Musikinstrumente.