Die kirchliche Wochenzeitung „Der Sonntag“ feiert in diesem Jahr Jubiläum: Sie wird seit 80 Jahren herausgegeben. Die erste Ausgabe erschien am 16. Juni 1946 und wurde damals vom evangelisch-lutherischen Landeskirchenamt in Dresden verantwortet, wie die Redaktion am Montag in Leipzig mitteilte.
Herausgeber der Zeitung für den Bereich der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen ist der Evangelische Medienverband in Sachsen mit Sitz in Leipzig. „Der Sonntag“ erschien nach Angaben der Redaktion ununterbrochen - auch in der DDR - trotz Zensur, Papierknappheit und Schikanen der SED-Behörden. Aktuell habe sie rund 6.000 Print-Abonnenten sowie rund 300 E-Paper-Abonnenten.
Fundamentale Veränderungen
Der sächsische Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz, Dezernent für Bildung, Diakonie, Medien und Kirchenmusik, erklärte: „Der Wandel der Kirche betrifft kirchliche Publizistik fundamental.“ Der Informations- und Meinungsaustausch brauche auch in den Kirchen „neue Formen und Wege“. Kirchliche Publizistik muss zudem nach Ansicht von Pilz „künftig auch klarer werben für evangelischen Glauben, für kirchliches Leben“. Nötig seien „sachkundige Informationen und Berichte zu Theologie, Kirche und Diakonie“.
Der leitende Redakteur des „Sonntag“, Torsten Hilscher, erklärte: Das veränderte Lese- und Aboverhalten der Nutzerinnen und Nutzer zwinge die Zeitung zu „Anpassungen und konzeptionellen Schärfungen, die zum Beispiel eine viel stärkere Digitalisierung einschließen“. „Der Sonntag“ erscheint in Kooperation mit anderen Kirchenzeitungen.