Gedenkstätten beteiligen sich an internationalem Museumstag

s:68:"Steinmeier erinnert an Ueberfall auf Sowjetunion und Kriegsgefangene";
Steinmeier erinnert an Ueberfall auf Sowjetunion und Kriegsgefangene
Celle (epd).

Die Gedenkstätten zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur in Niedersachsen und Bremen beteiligen sich am Internationalen Museumstag am 15. Mai. Viele von ihnen seien längst zu Einrichtungen geworden, die sich als Zeithistorische Museen bezeichnen könnten, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. „Sie präsentieren moderne, multimediale Ausstellungen und bieten ein breites Spektrum an begleitenden Veranstaltungen in digitaler und analoger Art.“

Am Museumstag beteiligt sind den Angaben zufolge die Gedenkstätte Lager Sandbostel, die KZ-Gedenkstätte Moringen sowie die Gedenkstätten Bergen-Belsen und Esterwegen. Wie sie machen auch die Gedenkstätten der JVA Wolfenbüttel, Augustaschacht, das Krankenhaus-Museum und Galerie im Park in Bremen sowie die Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte an diesem Tag besondere Angebote für Besucher. Ebenfalls präsentieren sich die Gedenkstätte Ahlem in Hannover und die Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße. Daneben zeigt das Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar das Projekt „Räume der Unterdrückung - Zwangsarbeiter:innen am Erzbergwerk Rammelsberg“. Der Eintritt ist überall kostenlos.

Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle hat zudem neue Infomaterialien zu Gedenk- und Dokumentationsstätten herausgegeben. Darunter ist eine Broschüre mit Kurzporträts einzelner Einrichtungen sowie einer Einführung in die Geschichte des Nationalsozialismus in Niedersachsen und Bremen. In den beiden Ländern sei seit den 1980er Jahren ein Netz von Gedenkstätten gewachsen, sagte die Sprecherin. Vielfach sei dies nicht staatlich gelenkt, sondern durch zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement geschehen. Auch als außerschulische Lernorte nähmen die Gedenkstätten eine wichtige Rolle ein.