Umfrage: Trotz Klimakrise nicht auf Urlaub, Auto, Fleisch verzichten

Stuttgart, Frankfurt a.M. (epd).

Trotz der Klimakrise wollen die Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge nicht auf Urlaub, Auto oder Fleisch verzichten. Obwohl 74 Prozent der Befragten davon überzeugt seien, dass die Welt auf eine ökologische Katstrophe zusteuere, wollten sie ihr Verhalten nicht ändern, teilte die FOM Hochschule am 23. August in Stuttgart mit. Jeder fünfte Befragte halte dagegen die ökologische Krise für stark übertrieben. Für die Umfrage unter Leitung des Wirtschaftswissenschaftlers Oliver Gansser wurden mehr als 14.000 Menschen ab zwölf Jahren in ganz Deutschland befragt.

Obwohl bekannt sei, dass die industrielle Tierhaltung zum Klimawandel beiträgt, wolle nur jeder Dritte versuchen, öfter auf Fleisch zu verzichten, hieß es. Nur jeder Vierte habe vor, außerdem den Konsum von Tiererzeugnissen wie Käse, Milch und Eiern zu reduzieren.

Auch beim Thema Mobilität zeigt sich der Befragung zufolge nur eine geringe Bereitschaft, auf umweltfreundliche Alternativen umzusteigen. So wollten 56 Prozent versuchen, verstärkt mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Allerdings planten nur 39 Prozent der Befragten, künftig das Auto weniger zu nutzen. Auf Urlaubsflüge wollen nur 38 Prozent ganz oder teilweise verzichten. Bei den Zwölf- bis 24-Jährigen wollen sogar nur 21 Prozent nicht mehr in Urlaub fliegen, sondern in der Region bleiben.

In anderen Bereichen seien die Menschen in Deutschland dagegen eher bereit, ihr Verhalten zu ändern, hieß es weiter. So wollten mehr als zwei Drittel der Befragten sparsamer mit Beleuchtung und Wasser umgehen. Knapp acht von zehn Befragten planten, vermehrt auf qualitativ hochwertige Produkte mit längerer Haltbarkeit zu setzen. 67 Prozent möchten außerdem öfter versuchen, beschädigte Dinge zu reparieren. Etwas mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Bürgerinnen und Bürger wollen der Befragung zufolge grundsätzlich weniger kaufen.

Pressemitteilung: http://u.epd.de/1xub

Informationen zur Umfrage: http://u.epd.de/1xua