Klima-Aktivisten blockieren Straßen und Brücken in Frankfurt

Unter dem Motto „Stoppt den fossilen Wahnsinn“ haben seit 11. April hunderte Klima-Aktivisten den Straßenverkehr in Frankfurt blockiert. Sie forderten ein sofortiges Ende der Nutzung von Kohle, Öl und Gas. Die Polizei nahm rund 200 Personen fest.

Frankfurt a.M. (epd). Klima-Aktivisten der Initiative „Letzte Generation“ haben seit 11. April im gesamten Stadtgebiet von Frankfurt am Main Straßen und Brücken blockiert. Insgesamt habe es 20 solcher Aktionen gegeben, teilte die Polizei am 14. April mit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten sich auf die Fahrbahnen gesetzt und in einigen Fällen eine ölartige Flüssigkeit ausgegossen. 70 Personen hätten sich am Asphalt festgeklebt.

Nach den Angaben der Polizei wurden rund 140 Ermittlungsverfahren, etwa wegen Nötigung, gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr, Körperverletzung und Sachbeschädigung erfasst. Fast 200 Personen seien festgenommen worden.

Am 14. April hatten die Aktivistinnen und Aktivisten die Untermainbrücke und die Friedensbrücke in der Innenstadt blockiert und mit einer ölartigen Flüssigkeit übergossen. Auf dem rutschigen Untergrund seien vier Radfahrerinnen und Radfahrer gestürzt und hätten sich zum Teil verletzt, berichtete die Polizei.

Das Finanzzentrum Frankfurt sei bewusst für den Protest ausgewählt worden, weil von hier aus „immer noch Milliarden in Öl, Kohle und fossiles Gas und damit in die Zerstörung unserer Zukunft fließen“, erklärte die Klima-Initiative. Fossiles Gas sei auch keine Brückentechnologie, wie die Bundesregierung behaupte, sondern „der direkte Weg in den Klimakollaps“. Der Ausbau fossiler Energieträger und fossiler Infrastruktur müsse gestoppt werden.

Bereits an den Vortagen hatten die Aktivistinnen und Aktivisten der „Letzten Generation“, die aus ganz Deutschland angereist waren, wichtige Verkehrsknotenpunkte in der Stadt lahmgelegt. Am 11. April protestierten sie auch vor den Zentralen von Deutscher Bank und Commerzbank.

Aktivistinnen und Aktivisten der „Letzten Generation“ hatten bereits im Februar eine Zufahrtsstraße zum Frankfurter Flughafen blockiert. Kurz nach Beginn des Bundesliga-Spiels der Frankfurter Eintracht am 10. April gegen den SC Freiburg banden sich zwei Aktivisten mit Kabelbindern am Torpfosten fest und sorgten so für eine rund fünfminütige Spielunterbrechung.