Hessen baut Digitalisierung im Gesundheitswesen aus

Wiesbaden (epd)

Die hessische Landesregierung will mit Mitteln aus dem Corona-Sondervermögen auch die Digitalisierung im Gesundheitswesen fördern. Insgesamt sind für das Programm zusätzlich 40 Millionen Euro vorgesehen, wie Digitalministerin Kristina Sinemus am 10. September in Wiesbaden sagte. Damit werden nach ihren Angaben die insgesamt vorgesehenen Mittel für die Gestaltung der digitalen Transformation in Hessen verdoppelt.

Ein besonderer Schwerpunkt liege auf der Förderung von Projekten im Gesundheitswesen mit der Anwendung neuer Möglichkeiten wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie habe das Land den Aufruf zu innovativen E-Health-Projekten, also Vorhaben im Gesundheitswesen mit elektronisch-digitaler Hilfe, vorgezogen. Ein großer Teil der bis jetzt schon eingereichten Anträge hätten einen direkten Bezug zum Coronavirus. Sinemus zeigte sich überzeugt, "dass im Zusammenspiel von Software, Sensorik, Medizintechnik und Künstlicher Intelligenz ganz neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten entstehen".

Das "distr@l" genannte Förderprogramm sieht aber auch in anderen Bereichen eine Unterstützung vor allem kleinerer und mittlerer Unternehmen beim Aufbau digitaler Innovationen vor. Dabei soll mit den hessischen Hochschulen zusammengearbeitet werden. Dazu gehört nach Angaben der Ministerin auch die Weiterentwicklung des durch Künstliche Intelligenz gesteuerten Rollstuhls "Walkerchair" an der Technischen Universität Darmstadt. Er soll es Menschen mit eingeschränkter Mobilität ermöglichen, nahezu alle Barrieren des Alltags selbstständig und sicher zu überwinden und damit "die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben signifikant zu erhöhen".