Sozial-Köpfe
Dietrich Bauer
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Dietrich Bauer ist neuer Diakoniechef in Sachsen
Bei der Diakonie Sachsen hat es einen Führungswechsel gegeben. Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer hat das Amt des Diakoniedirektors angetreten.
Dresden/Radebeul (epd). Der bisherige Dresdner Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer hat am 31. August sein neues Amt als Direktor der Diakonie Sachsen angetreten. Das teilte die sächsische Landeskirche in Dresden mit. Der 58-jährige Theologe war den Angaben zufolge zuletzt als Dezernent für Gemeindeaufbau, Seelsorge und Medien im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens tätig. 2015 war er einer der vier Kandidaten für das Bischofsamt. Als Diakoniedirektor folgt Bauer auf Oberkirchenrat Christian Schönfeld (59), der das Amt aufgegeben hat.

Bauer will nach eigenen Angaben in seiner neuen Funktion verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Seine Nachfolge im Landeskirchenamt sei indes noch nicht geklärt, hieß es. Die Stelle bleibe "bis auf weiteres vakant". Die feierliche Einführung von Bauer als Diakoniedirektor findet am 9. Dezember in der Dresdner Dreikönigskirche durch Landesbischof Carsten Rentzing statt.

Der Theologe und ehemalige Gemeindepfarrer ist für seine sozialkritischen Äußerungen bekannt. Schönfeld habe "vielfältige sozialpolitische Akzente in Kirche und Gesellschaft gesetzt", würdigte Landesbischof Carsten Rentzing die Arbeit des scheidenden Direktors nach der Bekanntgabe des Führungswechsels im Juni.

Schönfeld war nach einem innerkirchlichen Streit um die Finanzierung diakonischer Arbeit zurückgetreten, den Angaben der Landeskirche nach aus persönlichen Gründen. Er sei "für neue Aufgaben im Landeskirchenamt vorgesehen". Schönfeld war unter anderem wegen der Gründung einer Diakoniestiftung aus Anteilen von zum Teil finanziell angeschlagenen diakonischen Unternehmen im Jahr 2013 in die Kritik geraten. Er führte die Diakonie Sachsen seit 2004.

Aus epd sozial Nr. 36 vom 7. September 2018

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