Rainer Dulger soll BDA-Chef werden

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Rainer Dulger
Berlin (epd)

Rainer Dulger, promovierter Ingenieur, soll Nachfolger von Ingo Kramer an der Spitze der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) werden. Kramer, seit sieben Jahren Verbandschef, kündigte seinen Rückzug vom Leitungsamt an.

Ingo Kramer hat dem Präsidium in einem Brief vorgeschlagen, Dulger im November zu seinem Nachfolger zu wählen. Der sei bereit, zu kandidieren, heißt es in einem Schreiben, das die BDA veröffentlichte.

Dulger ist seit 1998 geschäftsführender Gesellschafter der ProMinent GmbH in Heidelberg, ein international tätiges Unternehmen, das vor allem Pumpen für die Wasseraufbereitung und Wasserdesinfektion vertreibt. Er verfüge über viel Verbandserfahrung, hieß es. Seit 2012 steht an der Spitze des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. Seitdem ist der Unternehmer auch Vizepräsident der BDA.

Kramer begründete seinen vorzeitigen Rückzug damit, dass bei regulären Wahlen die Bildung der neuen Bundesregierung und die planmäßige Wahl des Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände zeitgleich stattfinden würden. "Ich werde daher mein Amt als Arbeitgeberpräsident zur Mitgliederversammlung am 25. November 2020 niederlegen, damit einem Nachfolger bzw. einer Nachfolgerin an der Spitze der BDA ausreichend Zeit verbleibt, sich einzuarbeiten und aktiv an der Debatte über die Schwerpunkte der neuen Legislaturperiode mitwirken zu können", so Kramer.

Der diplomierte Wirtschaftsingenieur ist seit 2003 Mitglied des BDA-Präsidiums und war seit 2011 Vizepräsident der BDA. Im November 2013 trat er die Nachfolge von Dieter Hundt an der BDA-Spitze an.

Aus epd sozial Nummer 39 vom 25. September 2020