Juraprofessor Schubert wird neuer AWO-Bundesvorsitzender

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Jens Schubert
Berlin (epd)

Die Arbeiterwohlfahrt bekommt einen neuen Bundesvorsitzenden. Der Jurist Jens Schubert wechselt von der Gewerkschaft ver.di zu dem in diesem Jahr 100 Jahre alt gewordenen Sozialverband.

Der Professor für Arbeits- und Europarecht, Jens Schubert, ist zum neuen Vorsitzenden des AWO-Bundesverbandes gewählt worden. Schubert werde sein Amt im Januar 2021 antreten als Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Wolfgang Stadler (66), teilte der Wohlfahrtsverband am 3. Februar in Berlin mit.

Der 50-jährige Schubert ist derzeit Leiter des Bereichs Recht und Rechtspolitik in der Bundesverwaltung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Er ist zudem ehrenamtlicher Richter am Bundesarbeitsgericht und am Bundessozialgericht sowie Professor für Arbeits- und Europarecht an der Leuphana Universität Lüneburg.

Mit Jens Schubert sei ein Vorstandsvorsitzender gefunden worden, der mit seiner Expertise das fachpolitische Profil der AWO weiter stärken könne, hieß es. Er soll die eingeleiteten Prozesse der Stärkung des Verbandes, der sauberen und fairen Arbeit in der AWO und der kritisch-konstruktiven Partnerschaft in der Sozialpolitik an der Seite des im Dezember 2020 gewählten Präsidiums fortsetzen. Schubert erklärte, er wolle die Rolle und den Wert der Angebote der AWO und die Arbeit ihrer Haupt- und Ehrenamtlichen mehr in den Fokus rücken.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist einer der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. In den bundesweit mehr als 13.000 Einrichtungen sind rund 225.000 Mitarbeiter beschäftigt. Dazu kommen etwa 66.000 ehrenamtliche Helfer. Hauptaufgabe der AWO ist es nach eigenen Angaben, sozial schlechter gestellte Menschen zu unterstützen.

Aus epd sozial Nr. 6 vom 7. Februar 2020