Mehr als 1.000 neue TV-Fiction-Produktionen in der EU 2019

Audiovisuelle Informationsstelle veröffentlicht Jahresstatistik
Straßburg (epd)

In der Europäischen Union wurden 2019 mehr als 1.000 neue TV-Fiction-Produktionen hergestellt. Wichtigster Produzent sei mit 69 von den insgesamt 1.116 Titeln die ARD gewesen, teilte die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle (EAI) am 8. April in Straßburg mit. Es folgten die RTL-Gruppe und Warner Media mit jeweils 33 Titeln vor dem ZDF mit 30 Titeln. Als ein Titel zählte dabei ein Film oder eine Serienstaffel. Die Titel ergaben laut EAI zusammen 12.500 Stunden an audiovisueller Fiktion.

Die Anzahl der Serien mit zwei bis 13 Folgen nahm im Vergleich zum Vorjahr von 542 auf 637 zu. Die Zahl der Fernsehfilme ging hingegen von 284 auf 280 leicht zurück. Die Anzahl der Serien mit 14 bis 52 Folgen stieg leicht auf 112, die Serienstaffeln mit mehr als 52 Folgen blieben nahezu konstant (88). Bei etwa der Hälfte der Serienstaffeln handelte es sich um wiederkehrende Serien.

Bei Fernsehserien mit zwei bis 13 Folgen pro Staffel sind das Vereinigte Königreich (157), Deutschland (116) und Frankreich (81) nach Anzahl der Titel die größten Produzenten. Deutschland ist mit Abstand der größte Produzent von Fernsehfilmen. Betrachte man alle Formate, so führten private Rundfunkveranstalter die Produktion von TV-Fiktion an, da sie im Durchschnitt eher länger laufende Seifenopern und Telenovelas bevorzugten, teilte die EAI mit. Öffentlich-rechtliche Rundfunkveranstalter wiederum produzierten mehr Fernsehserien mit zwei bis 13 Folgen.

In der Liste der wichtigsten Fiction-Produzenzen liegt der Münchner Konzern Leonine mit 27 Titeln auf Platz sieben, gefolgt von der BBC mit 23 Titeln auf Platz acht. Der französische Konzern Vivendi mit dem Pay-TV-Sender Canal Plus liegt mit 13 Titeln (Platz 14) vor dem französischen Privatsender TF1 mit zehn Titeln (Platz 18).

Aus epd medien 15/21 vom 16. April 2021

ps/rid