Wie auf dem Bolzplatz

Der Fernsehfußball in Zeiten der Pandemie

Der Ligabetrieb im Profi-Fußball verlief, soweit bisher bekannt, nach Wiederbeginn ausgesprochen glimpflich. Mit dem Coronavirus Sars-CoV2 infizierte Spieler oder Betreuer blieben Einzelfälle, zu schweren Erkrankungen kam es glücklicherweise nicht. Einen Schreckmoment erlebte allerdings Trainer Achim Beierlorzer am Pfingstsamstag in Mainz. Während des Interviews nach dem Spiel seines Vereins FSV Mainz 05 gegen die TSG 1899 Hoffenheim krachte ihm die bunte Sponsorentafel, vor der jeder Protagonist des Profizirkus bei solchem Anlass Aufstellung zu nehmen hat, ins Kreuz.

Das war perfektes Timing, denn gerade hatte der ZDF-Reporter gefragt, ob das Spiel nicht nach dem typischen Muster verlaufen sei: "Wenn du vorne keinen machst, kriegst du hinten einen rein." Beierlorzer duckte sich, und für einen Moment sah es so aus, als würde er von seinen eigenen Sponsoren, nun ja, nicht gerade erschlagen, aber doch zu Boden geworfen. Dann richteten sich Trainer und Tafel wieder auf, beide unbeschadet. Der eine konnte wieder lachen, die andere den Bildhintergrund mit stummen Werbebotschaften füllen.

Der Wind hatte die Tafel umgeblasen, was er nur konnte, weil das Interview-Ritual nun pandemiebedingt im Freien vollzogen wird. Man könnte diese Episode spaßeshalber als Menetekel deuten: War sie vielleicht ein mahnendes Zeichen wider den Vermarktungsirrsinn, bei dem noch die kleinste Fläche im unbedeutendsten Bildausschnitt versilbert wird? Und war der strahlende Sonnenschein, bei dem beinahe jedes "Geisterspiel" in den vergangenen beiden Wochen über die Bühne ging, etwa kein höhnischer Kommentar dafür, dass der Profifußball zur Not auf Fans verzichtet - Hauptsache, das Fernsehgeld fließt in Strömen? Das Fernsehen jedenfalls hat nach Millionenzahlung und nach der erfolgreichen Lobbyarbeit von Deutscher Fußball-Liga (DFL) und Deutschem Fußball-Bund (DFB) die Bilder bekommen, die es braucht. Andere zwar als sonst, aber doch solche, mit denen sich die gewohnten Programmflächen füllen ließen. Und auf die dann doch ziemlich viele Zuschauerinnen und Zuschauer trotz leerer Ränge und fehlender Stadionatmosphäre nicht verzichten mochten.

Reichweitenstärkster Samstag

An den ersten beiden Spieltagen nach dem Wiederbeginn waren die Pay-TV-Konferenzen auf dem Sender Sky Sport News HD ausnahmsweise frei empfangbar (epd 20/20). Knapp zweieinhalb Millionen Menschen verfolgten am ersten Samstag (16. Mai) die Konferenz im Free-TV. Insgesamt durfte sich Sky mit 5,36 Millionen Zuschauern über den reichweitenstärksten Samstag seiner Geschichte freuen, was wohl auch der Tatsache geschuldet war, dass es gleich mit dem Ruhrgebiets-Derby Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04 losging.

Am zweiten Wochenende war die Lust auf Geisterfußball schon deutlich gesunken: Da wollten nur noch 1,65 Millionen Zuschauer die frei empfangbare Samstags-Konferenz sehen - trotz Dortmunder Beteiligung (in Wolfsburg) und immerhin eines weiteren Spitzenspiels (Gladbach gegen Leverkusen). Insgesamt verfolgten nur noch 3,2 Millionen bei Sky die samstägliche Konferenz und die Einzelspiele. Auf beachtliches Interesse stieß dann aber wieder das Topspiel drei Tage später zwischen Dortmund und Rekordmeister FC Bayern München. 1,99 Millionen Zuschauer schalteten an dem Dienstagabend ab 18.30 Uhr das Pay-TV-Angebot von Sky ein - das waren sogar etwas mehr als in der Hinrunde, in der die Partie in München an einem Samstagabend im November ausgetragen worden war.

Die ARD-"Sportschau" konnte am Pfingstsamstag (30. Mai) mit 3,3 Millionen Zuschauern nur bedingt davon profitieren, dass sie diesmal wieder als Erste frei empfangbare Bilder von den Bundesligaspielen liefern konnte. Sehr überraschend ist das nicht. Denn an den Spielen am Nachmittag war keiner der besonders zugkräftigen Vereine beteiligt, und mittlerweile sind Treffen mit Freunden und Familie wieder in begrenztem Umfang möglich, haben Biergärten oder Kultur- und Freizeiteinrichtungen geöffnet. Das Infektionsgeschehen bleibt niedrig, Normalität macht sich breit - zum Glück auch für den Fußball, dessen Privileg, vor Kameras sportliche, zumal körperbetonte Wettkämpfe austragen zu dürfen, von Tag zu Tag weniger merkwürdig wirkt.

Den Wiederbeginn der Bundesliga hatte eine Mehrheit in Umfragen abgelehnt, Gesundheitspolitiker wie Karl Lauterbach (SPD) waren strikt dagegen, Fan-Organisationen forderten den Abbruch der Saison - und manch einer, wie Schauspieler und Werder-Bremen-Fan Matthias Brandt, kündigte an, gar nicht erst hinzuschauen, wenn der Fußball zu reinen Fernsehspielen degeneriert.

Lauer Kick

Die relativ stabilen Zuschauerzahlen lassen nun allerdings nicht den Schluss zu, dass sich ein großer Teil des Publikums von seinem Lieblingssport verabschiedet hätte. Möglicherweise geht es vielen so wie dem Fernsehproduzenten und BVB-Fan Friedrich Küppersbusch, der in der "tageszeitung" auf die obligatorische Schlussfrage "Und was machen die Borussen?" antwortete: "Gemessen am Titanenkampf meiner Hirnhälften, das Synthesespiel zu ignorieren und zugleich aber einem Derby nicht widerstehen zu können, war der Kick vergleichsweise lau."

Ohne den Lärm, den mehr als 80.000 Zuschauer im Westfalenstadion, pardon: "Signal Iduna Park" machen, ohne die Wellen aus Anfeuerung, Empörung, Erleichterung, Enttäuschung, Wut, Begeisterung, ohne das beständige Auf und Ab der Emotionen wirkt ein lauer Kick eben noch lauer. Gemessen an der Fernsehästhetik aus Vor-Corona-Zeiten haben sich nicht nur der Bildausschnitt, der nun die leeren, bestenfalls mit bunten Trikots oder Tausenden "Pappkameraden" wie in Mönchengladbach besetzten Ränge so weit wie möglich ausspart, sowie das leicht absurde Drumherum mit auf Abstand sitzenden und mit Masken ausgerüsteten Ersatzspielern geändert, sondern vor allem das Hörerlebnis. Es klingt nach Bolzplatz und Amateurfußball - nur lauter, wegen des Halls in den modernen Fußballtempeln. "Fußball als Hörspiel", bemerkte ARD-Reporter Marc Schlömer treffend, als er die besonders laute Anfeuerung durch Reservespieler und Betreuer des SV Werder Bremen im Abstiegskampf beschrieb. Mancher wähnt den Fußball schon zurück auf dem Weg zu mehr Ursprünglichkeit, doch das ist wohl eher eine akustische Täuschung.

Die Unterhaltungsindustrie Profifußball gefällt sich neuerdings in ernsthaft vorgetragener Bescheidenheit. Sogar ein Oliver Kahn von Marktführer Bayern München erklärte bei Sky, man sei bei Millionentransfers "gut beraten, eine gewisse Vorsicht walten zu lassen". Alle Clubs würden sich viele Gedanken machen, wie es nach der Corona-Krise weitergehen könne. Dass die Bayern bei den Vertragsverlängerungen von Kapitän Manuel Neuer, Trainer Hansi Flick und Urgestein Thomas Müller die vielfach diskutierte Gehaltsreduzierung in die Tat umgesetzt hätten, ist allerdings nicht berichtet worden. Und am gewünschten Transfer von Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City hält der Rekordmeister auch fest. Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte sogar noch Ende April angekündigt, der Verein wolle sich mit einem "Top-Talent aus Europa" sowie einem "internationalen Star" verstärken.

Weniger gut gepolsterte Clubs gerieten durch den vorübergehend ausgesetzten Spielbetrieb und die ausbleibenden Fernsehgelder sogar schnell an den Rand des Ruins - wie der FC Schalke 04, der bezeichnenderweise nach Wiederbeginn so Fußball spielt, wie er wirtschaftlich geführt worden ist. Das "So kann es nicht weitergehen" ist zum offiziellen Credo geworden. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat eine "Taskforce Zukunft" angekündigt.

Deutschland als Vorreiter

Liga-Manager reden von einer ausgeglicheneren Verteilung der Fernsehgelder, von der Verpflichtung, mehr Rücklagen zu bilden, und von Gehaltsobergrenzen. Letzteres wird aber wohl nur realisiert, wenn alle großen Ligen in Europa mitmachen, vor allem auch die umsatzstärkste, die britische Premier League, was nach dem Brexit nicht leichter geworden ist.

Vor allem in ökonomischer Hinsicht ist es von Bedeutung, dass die wieder aufgenommene Saison im Juni tatsächlich zu Ende geführt werden kann. Denn in diesem Monat sollen auch die Bundesliga-Rechte für die Spielzeiten von 2021/22 bis 2024/25 vergeben werden (vgl. Meldung in dieser Ausgabe). Das jüngste von der DFL geschnürte Vier-Jahres-Paket an Inlands-Medienrechten brachte insgesamt 4,64 Milliarden Euro ein (epd 25/16), und mit weniger werden sich die 36 Proficlubs der ersten und zweiten Liga kaum zufriedengeben wollen.

Es ist noch ungewiss, wie sich die Corona-Krise auf die kurz vor Ausbruch der Pandemie begonnene Ausschreibung ausgewirkt hat. Aber dass sich das Hygienekonzept der DFL weitgehend bewährt hat und Deutschland, wo weltweit die erste große Liga den Spielbetrieb wieder aufnehmen konnte, nun gar als Vorreiter dasteht, dürfte sicher hilfreich sein.

Schon vor Corona hatte sich angedeutet, dass der US-Konzern Amazon stärker ins Fußballgeschäft einsteigt. Sky hatte im Dezember 2019 die Champions-League-Rechte ab 2021/22 an die Streamingdienste DAZN und Amazon Prime verloren. Und Amazon sprang jetzt auch kurzfristig ein: Als Eurosport-Mutter Discovery die vertraglich vereinbarten Gelder für "Geisterspiele" an die DFL nicht zahlen wollte, zeigte Amazon Prime das Montagsspiel zwischen Bremen und Leverkusen am 18. Mai und sicherte sich darüber hinaus die Rechte für sieben Bundesliga- sowie vier Relegationsspiele (vgl. Meldung in dieser Ausgabe). Der Amazon-Konzern ist auch insgesamt ein Gewinner der Krise, und für Sky sind Bundesligarechte nach dem Verlust der Champions League essenziell. Offen ist vor allem, wie stark die Telekom mit ins Rennen einsteigt - und natürlich die ewig junge Gretchenfrage nach der Zukunft der ARD-"Sportschau" (epd 10/20).

Abstruse Verschwörungsfantasien

Die Abhängigkeit von den Medieneinnahmen dürfte in den nächsten Jahren also kaum sinken, und damit kommt den "Medienpartnern" weiterhin eine Schlüsselrolle zu. Natürlich auch im angespannten Verhältnis zwischen Funktionären und Fans. Die DFL hatte bereits angekündigt, dass es die fünf ungeliebten Montagspartien pro Bundesliga-Spielzeit nicht mehr geben werde. Somit waren die Proteste der Fans erfolgreich, zumindest in diesem Punkt.

Vor der Corona-Krise folgte jedoch die Eskalation mit weiteren Protesten Dortmunder Ultras gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp, einer Kollektivstrafe durch die DFL sowie Transparenten mit Hopp im Fadenkreuz auch von Anhängern anderer Vereine, die beinahe zu Spielabbrüchen geführt hätten. Eine Ewigkeit scheint das her, und bedenkt man die fröhliche Vermehrung von abstrusen Verschwörungsfantasien, muss man sich fast wundern, dass niemand auf die Idee gekommen ist, dass das Virus von Hopp und der DFL in die Welt gesetzt worden sein könnte, um die renitenten Fans endlich aus den Stadien zu werfen.

Vielmehr haben sich die vielgeschmähten Ultras - und die Fans überhaupt - vernünftiger verhalten als manch besorgter Wutbürger, haben sich vielfach sozial engagiert, Spenden gesammelt und sich ansonsten von den Stadien ferngehalten. In vielen Arenen hängen nun Banner ("Ohne Fans seid ihr nichts"), deren stummer Protest ab und zu bei den Spielberichten durchs Bild huscht und von den Sportreportern meist ignoriert wird.

Die erledigen ihren Job in gewohnter Routine, bisweilen gewürzt mit Geister-Wortspielen aller Art. Jung-Star Kai Havertz, von dessen Verkauf sich Bayer Leverkusen in aller Bescheidenheit eine dreistellige Millionensumme erhofft, mache auf dem Rasen Sachen, die dem Begriff "Geisterspiel" am nächsten komme, schwärmt der Reporter: "Er materialisiert sich durch gegnerische Abwehrreihen wie ein Gespenst." Und Freiburgs Trainer Christian Streich wird gefragt, ob er kein "Be-Geisterspiel" gesehen habe.

Trotz der Besonderheiten in der Corona-Krise wirkt der Fernsehfußball erschütternd normal, beinahe so, als wäre nichts gewesen - eher ein Symbol der Kontinuität als eines des Innehaltens. Auf die Idee, eine Schweigeminute für die Corona-Opfer einzulegen, kam die Liga auch erst am zweiten Spieltag nach Wiederbeginn.

Bombastische Trailer

Natürlich ist auch der ganze Irrsinn wieder losgegangen, mit dem das Fernsehen das Milliardengeschäft auswalzt und ausquetscht, bis man sich als Zuschauer selbst ganz platt und leer fühlt. Und der die Behauptung, nach der Corona-Krise werde nichts mehr so sein wie zuvor, bereits ad absurdum geführt hat. Alles wieder da: diese aufgeblasene, bunte Sky-Plastik-Welt in riesigen Studios, mit den immer zu lauten, bombastischen Trailern, der aufgesetzten Hemdsärmeligkeit von Moderatoren im Einheitslook und mit Lothar Matthäus, der nach einem missverständlichen Satz von Lucien Favre den Dortmunder Trainer aus dem Amt und Niko Kovac hinein plapperte. Purer Unsinn? Insiderwissen? Jedenfalls bescherte das dem Sender weitere Aufmerksamkeit.

Ebenfalls immer noch da ist die Stammtisch-Persiflage namens "Doppelpass" (Sport1), eine Bühne für Herrenrunden aller Art, bei der eine hübsche, junge Moderatorin am Rand sitzen darf, um die Rubrik "Die Szene der Woche wird Ihnen präsentiert von ..." zu betreuen. Und natürlich hat auch die unvermeidliche Doppelbödigkeit der Sportberichterstattung öffentlich-rechtlicher Sender Bestand, die als Rechteinhaber ihr Produkt preisen und gleichzeitig so tun, als könnten sie jederzeit journalistische Distanz wahren.

Als die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga noch nicht gestartet waren, begann die Samstags-"Sportschau" am 23. Mai mit einem kritischen Hintergrundbericht über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Fußball. Eine Woche später war für so etwas kein Platz mehr. Die Ankündigung von Moderator Alexander Bommes ("Wir werden das Thema auf gar keinen Fall außer Acht lassen") in der Sendung am 24. Mai ist nun das Sonntagsversprechen, das es in Zukunft einzulösen gilt. In derselben Sendung präsentierte Bommes per Videoschalte den neuen ARD-Experten Bastian Schweinsteiger, der bei seiner Premiere in erster Linie die Vorfreude auf das Spitzenspiel seines Ex-Clubs Bayern München in Dortmund anzuheizen hatte. Spätestens als Schweinsteiger die bayerische "Gier nach ganz großen Titeln" lobte, war die aktuelle Krise wieder ganz weit weg.

Auch in dieser Hinsicht bleibt vorerst alles beim Alten: Wer kontinuierlich mehr erfahren will über die Entwicklungen im Sport, wird eher bei einem Magazin wie "Sport inside" fündig, das aber im WDR-Fernsehen auf den Mittwochabend gewandert ist und dort erst wieder sein Publikum finden muss.

Auch im ZDF gibt es kritische Berichterstattung: Die sonntägliche "Sportreportage" bot zum Beispiel am 24. Mai einen instruktiven Beitrag über den wachsenden Markt der Sportwetten und die möglichen Manipulationsgefahren in der Pandemie. Merkwürdig nur, dass Moderator Norbert König anschließend lustlos nuschelte, na, dann würde man auch das noch auf der Agenda halten. Und mit der Bemerkung, er glaube weiter an das Gute im Menschen, leitete er zu den Zweitliga-Ergebnissen über.

Den Anti-"Doppelpass" spielte dafür das "Aktuelle Sport-Studio" am 30. Mai. Zwei Frauen bereiteten den Bundesliga-Spieltag und den Wiederbeginn der Frauen-Bundesliga auf, denn bei Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein war Martina Voss-Tecklenburg zu Gast, was in jeder Hinsicht Sinn machte, denn die Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft ist zugleich Aufsichtsratsmitglied beim Männer-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf.

Voss-Tecklenburgs Duell an der Torwand mit Thomas, einem Zuschauer aus Mönchengladbach, endete übrigens 0:0. Das ZDF spielte "Gold on the Ceiling" von The Black Keys ein, um die Stille zu kaschieren. Trostlos. Sogar den Klatschmarsch des Studiopublikums, der sonst so einstudiert, angeordnet und leicht peinlich wirkt, vermisste man plötzlich.

Und dass sie bei Sport1 die Idee des Gladbacher Fan-Projekts geklaut haben und ihre "Doppelpass"-Kulisse am Pfingstsonntag ebenfalls mit Pappfiguren füllten, nimmt der Autor dieses Textes persönlich übel. Es könnte ihn dazu bringen, den eigenen "Pappkameraden" aus dem Borussia-Park zurückzuordern (aber nur beinahe). Die Wahrheit ist: Zuschauerinnen und Zuschauer fehlen überall. Ohne sie ist alles Gekicke und Gesende sinnlos.

Aus epd medien 23/20 vom 5. Juni 2020

Thomas Gehringer