Mehr als Klimaschutz

Das Engagement der ARD für mehr Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit erlebt derzeit durch die Klimadebatte einen deutlichen Schub in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen. Auch die Medienbranche sucht nach Möglichkeiten, wie "grüner" produziert werden kann, debattiert das Thema auf diversen Panels, findet sich zu Aktionsnetzwerken zusammen und geht Selbstverpflichtungen ein. Die ARD hat am 12. November ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt (www.ard.de/nachhaltigkeit). ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab fasst die Aktivitäten der ARD zum Thema Nachhaltigkeit in diesem Gastbeitrag zusammen und betont, wichtig sei bei allem Agieren für mehr Nachhaltigkeit, dass es von Dauer ist. Denn nachhaltig nachhaltig zu sein, sei der beste Beitrag für die Gesellschaft. Die Juristin Pfab ist seit 2015 Generalsekretärin der ARD. Davor leitete sie die Geschäftsstelle der in München angesiedelten ARD- Gremienvorsitzendenkonferenz.

Nachhaltiges Engagement umfasst deutlich mehr als den ökologischen Aspekt. Schon bei der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 wurde betont, dass für dauerhaft stabile Gesellschaften die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung als Zielebündel angestrebt werden muss - was sich unter anderem in der "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" und deren 17 Zielen (Sustainable Development Goals, SDGs) fortsetzt.

Auch der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK), der als branchenübergreifender Transparenzstandard Anwendung findet, umfasst eine Vielzahl von Themen. Die 20 Kriterien des DNK reichen von Nachhaltigkeitsaspekten in der Wertschöpfungskette über die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen bis hin zum Engagement für das Gemeinwesen. Der Themenkomplex "Nachhaltigkeit" wird daher nicht - wie häufig im allgemeinen Sprachgebrauch - auf Fragen des Umweltschutzes reduziert, sondern umfasst explizit auch soziale Anliegen (zum Beispiel faire Arbeitsbedingungen) sowie ökonomische Aspekte (zum Beispiel den Beitrag zur Volkswirtschaft). Es geht um eine umfassend nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft und den Beitrag, den Unternehmen und Organisationen hierzu leisten.

Erster ARD-Nachhaltigkeitsbericht

Als gemeinwohlorientierter Medienverbund mit gesellschaftlichem Auftrag gehört das Prinzip der Nachhaltigkeit zur DNA der ARD. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder mit den verschiedenen Aspekten zu befassen und möglichst systematisch Stand und Ziele zu prüfen. In diesem Sinne haben sich die Intendant*innen im November 2019 entschieden, für die gesamte ARD, also für zehn selbstständige Organisationen (einschließlich der Deutschen Welle), einen gemeinsamen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen - freiwillig, transparent nach den 20 DNK-Kriterien und als Basis für weitere Schritte. Denn eines ist auch klar: Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der mit einer Analyse beginnt, aber nicht endet.

In diesem Sinne übernimmt der Bericht als erste umfassende Bestandsaufnahme mit seinen zahlreichen Best Practices auf über 100 Seiten auch nach innen eine wichtige Funktion: Er bietet den Rundfunkanstalten einen Bezugsrahmen, der für das individuelle Handeln Anregung und Maßstab sein kann, ist also Report und anstaltsübergreifende Benchmark zugleich.

Da die standardisierte Darstellung nach dem DNK, die sogenannte Entsprechenserklärung, zwangläufig sehr formalisiert ist und auf das Berichtsjahr 2019 beschränkt sein muss, enthält der Bericht zusätzlich einen sehr praxisnahen illustrierenden Überblick.

Im Folgenden möchte ich - teilweise über das im Bericht Nachlesbare hinausgehend - aus dem breiten Feld der Nachhaltigkeit jene Aspekte hervorheben, die mir für eine gemeinwohlorientierte Medieninstitution besonders maßgeblich erscheinen. Dies nicht zuletzt aufgrund des gesetzlichen Auftrags des öffentlichen Rundfunks, der von der Berichterstattung über alle Gesellschaftsbereiche über die Vermittlung von Kultur bis hin zum Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt reicht.

Zu diesem Auftrag gehört vor allem: nachhaltig zu informieren über das, was die Menschen bewegt und für unsere Gesellschaft relevant ist. Der ökologische, ökonomische und soziale Wandel und die damit verbundenen Zukunftsfragen beschäftigen und betreffen uns alle. In der diesjährigen ARD-Themenwoche beleuchtet die ARD daher unter der Leitfrage "Wie wollen wir leben?" die vielfältigen Fragen rund um Wirtschaft und Arbeit, Mobilität und Bauen, Freizeit und Konsum sowie Klima- und Umweltschutz - sieben Tage lang über Radio, TV und Netz mit Blick auf die europäische, nationale und regionale Ebene sowie am besten im Dialog. So wirft das Social-Media-Format #7T7F täglich eine zentrale Zukunftsfrage auf, zu der die Menschen auf den Instagram, Facebook und Youtube-Angeboten der ARD diskutieren können.

"Nachhaltig informieren" impliziert und verlangt aber nicht nur, ein Thema journalistisch vertieft unter verschiedenen Aspekten und Perspektiven darzustellen, sondern auch "dranzubleiben" und den Fortgang beziehungsweise die Entwicklung aufzuzeigen. Dies leisten spezifische Angebote wie der regelmäßige Audio-Podcast "Klimazentrale", der Youtube-Channel "Ökochecker" oder die TV-Sendung "Unkraut" ebenso wie unsere tagesaktuelle Berichterstattung, politischen Magazine, Talks und Reportagen, in denen die Fragen rund um unsere Umwelt thematisiert werden - unter anderem zu finden in der ARD-Mediathek unter der dauerhaften Rubrik "Save the planet”.

Dass man an diese vor allem wissenschaftlich geprägten Themen auch originell und emotional herangehen kann, zeigt das millionenfach abgerufene Klimakonzert "For Seasons" des NDR Elbphilharmonie-Orchesters vom November 2019. Hierfür wurde ein Algorithmus, basierend auf Daten von Forschungseinrichtungen, auf die Partitur von Vivaldis "Vier Jahreszeiten" übertragen. So löschte der Algorithmus 15 Prozent der Vogelmotive in Vivaldis Komposition in Anlehnung daran, dass wir heute etwa 15 Prozent weniger Vogelarten auf unserer Welt haben als zur Erstehung des ursprünglichen Werkes. Der erste Satz "Frühling" wurde länger, der "Winter"-Satz hingegen abgebrochen. Eindrücklich ist zu hören und zu spüren, wie die Balance durch die Klimaveränderungen verloren geht - und das gilt leider nicht nur für Vivaldis "Vier Jahreszeiten".

Nachhaltig ökologisch agieren

Für alle Medienhäuser steht die nachhaltige Film- und Fernsehproduktion besonders im Fokus. Bereits 2012 sind erste "grüne" Methoden bei seriellen Produktionen umgesetzt worden. Der SWR hat 2019 beispielsweise die Eigenproduktion der "Tatort"-Folge "Maleficius" konsequent ökologisch ausgerichtet. Im Ergebnis konnte der Ausstoß an Kohlendioxid um 43 Prozent gesenkt werden. Dazu mussten alle am Dreh beteiligten Gewerke strategisch ressourcenschonend handeln, sei es durch die Anreise mit der Bahn, die Versorgung vor Ort über ein Trinkwasser-Mehrweg-System, die Nutzung anfallender Essensreste für Biogasanlagen, der möglichst rein digitalen Versendung und Verwendung der Drehbücher, den Verzicht auf zeit- und energieaufwendige Motivumzüge oder das vermehrte Arbeiten mit Tageslicht. Das alles erforderte eine hohe Motivation der Mitwirkenden inklusive der Bereitschaft, persönlichen Mehraufwand und Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen.

Die ARD hat sich ferner als Mitglied des Arbeitskreises "Green Shooting", den die baden-württembergische Filmförderanstalt 2017 ins Leben gerufen hat, aktiv an der Entwicklung eines gemeinsamen Kriterienkatalogs für nachhaltige Produktionen beteiligt. Dieser Arbeitskreis hat 2020 auch eine branchenweite Selbstverpflichtung zu 100 nachhaltig hergestellten Produktionen in der Film- und Medienlandschaft angestoßen, wozu die ARD rund 30 beisteuern wird.

Überdies ist die ARD Mitunterzeichnerin der am Rande der diesjährigen Berlinale von des Staatsministerin für Kultur und Medien initiierten "Gemeinsamen Erklärung zur Nachhaltigkeit in der Film- und Serienproduktion", die die Entwicklung eines nationalen Zertifikats für grünes Drehen anstrebt. Denn zusammen erreicht die Fernseh- und Medienbranche mehr und schneller positive Effekte für die Umwelt.

Medienhäuser nehmen nicht nur für die Herstellung und Verbreitung von Programm natürliche Ressourcen in Anspruch. Gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln bedeutet, auch in allen anderen Arbeitsbereichen mit Ressourcen schonend und nachhaltig umgehen. Daher umfassen die Strategien der Rundfunkanstalten zur ökologischen Nachhaltigkeit die unterschiedlichsten Projekte und Maßnahmen. Diese reichen von klimafreundlicher "grüner" Produktion, nachhaltigem Veranstaltungsmanagement, möglichst papierlosen Büros über Mobilitätskonzepte für die Mitarbeitenden, Reduzieren von Dienstreisen durch Videokonferenzen, sukzessivem Umstellen der Fahrzeuge auf Elektrobetrieb bis hin zu eigenen Blockheizkraftwerken, Photovoltaikanlagen, Regenzisternen oder Dachbegrünungen.

Nachhaltig zusammenarbeiten

So konnte zum Beispiel ARD-weit in den letzten vier Jahren der Verbrauch von Papier um 31 Prozent, von Heizenergie um 18 Prozent, von Kraftstoff um 16 Prozent und von Wasser um 10 Prozent gesenkt werden.

Kultur zu vermitteln gehört zum Kernauftrag der ARD. Dies geschieht nicht nur im Programm, sondern auch bei Festivals, Konzerten oder Lesungen. Allein der NDR hat rund 150 regionale Kulturpartner - von Literaturhäusern über Museen bis hin zu Theatern. Die Zusammenarbeit mit Kreativen, Kulturinstitutionen, Bildungseinrichtungen und anderen Medienanbietern ist am wertvollsten, wenn sie partnerschaftlich, auf Dauer angelegt und verlässlich ist - nachhaltig eben.

Verlässlichkeit und Partnerschaft zeigt sich gerade auch in Krisenzeiten: So hat die ARD im März dieses Jahres, als die Kulturhäuser erstmals geschlossen und Festivals wie Konzerte abgesagt wurden, kurzfristig neue digitale Bühnen und Plattformen für Künstler geschaffen. Viele spontane Aktionen sind zu dauerhaften digitalen Angeboten gewachsen wie zum Beispiel "Der RBB macht's", der Themenschwerpunkt "Kultur trotz Corona" auf der NDR-Website, die "BR Kulturbühne" oder die eigene Rubrik "Live-Konzerte für Zuhause" in der ARD-Mediathek (vgl. Meldung in dieser Ausgabe und epd 13/20).

Auch das geplante digitale Kulturangebot der ARD, auf dem Konzerte, Ausstellungen und Kulturevents aus den Sendegebieten gebündelt auffindbar sein werden, wird die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, um die Vielfalt unserer Kultur und Leistungen der Kreativen jederzeit und nachhaltig zu den Menschen nach Hause zu bringen.

Allianzen und Kooperationen

Die ARD pflegt auch eine enge Partnerschaft mit den Produzierenden in der Film- und Fernsehbranche. Das bedeutet nicht nur, dass wir uns um ein verlässliches jährliches Auftragsproduktionsvolumen (rund 815 Millionen Euro im Jahr 2018) und beständige Beiträge zur Filmförderung (seit geraumer Zeit rund 50 Millionen pro Jahr) bemühen. Es bedeutet ebenso, dass wir auch in schwierigen Zeiten fest an der Seite der Kreativen stehen, sei es mit Unterstützungsmaßnahmen bei pandemiebedingten Produktionsstopps, der Übernahme von Mehrkosten aufgrund von Hygieneerfordernissen oder das gemeinsame Kämpfen für Ausfallfonds - letzteres übrigens in enger Allianz mit den privaten Medienhäusern.

Kooperationen im Medienbereich sind generell ein wichtiger Baustein, um unsere bewährte und vielfältige Medienlandschaft zu sichern und Qualitätsjournalismus so breit wie möglich zugänglich zu machen. In diesem Sinne pflegt die ARD in vielen Formen die Zusammenarbeit, sei es über den Austausch von Programminhalten (zum Beispiel "Weser-Kurier" und Radio Bremen), die Kooperation bei der Recherche (zum Beispiel NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung") oder gemeinsam produzierte Angebote (wie das Politik-Videoformat "Represent” von Funk und "Zeit Online").

Die Aufgabe des öffentlichen Rundfunks ist es, "einen umfassenden Überblick ... in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben" (§ 26 Absatz 1 Medienstaatsvertrag). Dies impliziert, alle relevanten Entwicklungen, Perspektiven und Meinungen abzubilden. Das Gesamtangebot muss ebenso vielfältig sein wie die Gesellschaft und alle Zielgruppen, Minderheiten wie Mehrheiten, adressieren. Daran muss stetig gearbeitet werden, denn ein solcher Pluralitätsanspruch erfordert einen selbstkritischen und zugleich offenen Blick für Defizit und Verbesserung.

Respekt und Toleranz

Mehrsprachige Nachrichtenticker, Programme für Migrant*innen oder spezifische Angebote für die LBGTQ-Community sind einzelne Bausteine für mehr zielgruppenspezifische Vielfalt. Inhalte oder Formate, die einladen, über den eigenen "Tellerrand" hinauszublicken, schaffen zugleich inhaltliche Diversität. Dazu gehört die Tagesthemen-Rubrik "Mittendrin", mit der regelmäßig der Spot der nationalen Nachrichten auf die unterschiedlichsten lokalen Geschehnisse und Anliegen gerichtet wird, ebenso wie die Reportagereihe "Rabiat" von Radio Bremen, die die Zuschauer*innen in unbekannte Welten mitten in unserer Gesellschaft mitnimmt.

Im Funk-Format "Leeroy will's wissen!" lässt der Reporter unterschiedlichste Menschen über ihr Leben und ihre Ansichten zu Wort kommen, um zugleich Verständnis, Respekt und Toleranz untereinander zu fördern. So fragt er zum Beispiel "Wie ist das gelähmt zu sein? Ein Nazi zu sein? Im falschen Körper zu leben? Im Krieg aufzuwachsen?".

Die ARD richtet verstärkt ihren Blick auch auf die interne Vielfalt und das eigene Diversitätsbewusstsein. Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Diversität fördernde Maßnahmen bei Recruiting und Personalentwicklung sind in allen Rundfunkanstalten inzwischen selbstverständlich. Um ein Beispiel zu nennen: Mit der Talentwerkstatt "WDR grenzenlos" bemüht sich der WDR bereits seit 15 Jahren gezielt, die wachsende Vielfalt der deutschen Gesellschaft in die Redaktionen zu holen.

Um eigene Denkschubladen aufzuspüren und zu hinterfragen, werden auch neue Wege beschritten wie zum Beispiel Diversity-Checks für das redaktionelle Arbeiten oder Diversity- beziehungsweise Anti-Bias-Trainings. Zudem haben sich alle Rundfunkanstalten der ARD - so wie 3600 weitere Unternehmen und Institutionen - mit der Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" dazu verpflichtet, eine vorurteilsfreie Arbeitsumgebung zu schaffen und die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der Organisation zu fördern.

In manchen Handlungsfeldern erfreut die Analyse, in manchen gibt es noch viel zu tun. Allen Rundfunkanstalten der ARD ist es wichtig, ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit strategisch und operativ sukzessive weiterzuentwickeln. Ein Ausdruck dessen ist die systematische Verankerung des Nachhaltigkeitsmanagements in den Direktionen und Geschäftsleitungen der Rundfunkanstalten sowie die Einrichtung einer Koordinierung auf Verbundebene, verortet im ARD-Generalsekretariat.

Superfood für die Gesellschaft

Problematisch ist, dass Investitionen der Rundfunkanstalten in Nachhaltigkeit - wie beispielsweise der Einkauf von ökologisch hergestelltem Papier oder die Beschaffung energieeffizienter Produktionsmittel – zu Mehrkosten führen. Dies könnte im Widerspruch zur Verpflichtung auf Wirtschaftlichkeit gesehen werden. Darauf haben auch die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz und der ZDF-Fernsehrat in ihrer gemeinsamen Erklärung am 30. Oktober hingewiesen. Mit diesem Zielkonflikt muss man sich gerade mit Blick auf die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) und Rechnungshöfe auseinandersetzen.

Gegenwärtige und zukünftige Schwerpunkte des Nachhaltigkeitsmanagements der ARD und ihrer Mitglieder liegen unter anderem in der Förderung "grüner" Film- und Fernsehproduktionen, der Verringerung des Ressourcenverbrauchs und Emissionsausstoßes sowie in dem weiteren Ausbau von Chancengerechtigkeit und Diversität. In den kommenden Jahren sollen hierzu über die entsprechenden Arbeitsgruppen der Rundfunkanstalten zunehmend häuserübergreifende strategische Ansätze erarbeitet werden. Die ARD wird überdies über ein dauerhaftes periodisches Reporting auf Verbundebene die systematische und langfristige Befassung mit dem Thema Nachhaltigkeit sicherstellen.

Eine Anmerkung zum Schluss: Public Value-Inhalte sind wie Superfood für die Gesellschaft. Wenn der Zusammenhalt zunehmend gefährdet erscheint, demokratische Selbstverständlichkeiten wie Diskurs und Akzeptanz von Mehrheitsentscheidungen nicht mehr selbstverständlich sind und Meinungen Wissen und Fakten in den Wind schlagen, brauchen wir als Gesellschaft nicht weniger, sondern mehr davon. Nachhaltig geschaffen und nachhaltig genießbar entfalten sie ihren höchsten Wert für uns alle.

Aus epd medien 46/20 vom 13. November 2020

Susanne Pfab