Artikel zum Thema: Rundfunk
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Fachdienst medien"Das ist ein Prozess"

MDR-Intendantin Karola Wille hat im Januar 2016 den Vorsitz der ARD übernommen. Zu Beginn ihrer Amtszeit kündigte sie an, sie wolle sich im Senderverbund für eine "umfassende Transparenz im wirtschaftlichen und journalistischen Handeln" einsetzen und für eine "Fehlerkultur, die von Offenheit und Kritikfähigkeit gegenüber den Beitragszahlern" bestimmt ist. Wille (58) ist seit November 2011 Intendantin des MDR. Zuvor war sie von 1996 bis 2011 Juristische Direktorin des Senders.

Fachdienst medien7,98 Milliarden Euro Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag

ARD, ZDF und Deutschlandradio haben im Jahr 2016 insgesamt 7,98 Milliarden Euro aus Rundfunkbeiträgen eingenommen. Das waren rund 153 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, wie der Beitragsservice der Sender am 21. Juni in Köln mitteilte.

Grund für den Rückgang sei hauptsächlich die Beitragssenkung im April 2015 von 17,98 Euro auf 17,50 Euro pro Monat. Außerdem habe es mehr Befreiungen gegeben: Zum Ende des Jahres 2016 waren 2,93 Millionen Menschen vorwiegend aus sozialen Gründen von der Beitragspflicht befreit. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Fachdienst medienAfD kann so viel TV-Wahlwerbezeit beanspruchen wie FDP

Die AfD kann im privaten Rundfunk genauso viel Sendezeit für Wahlwerbespots beanspruchen wie die FDP. Das geht aus den "Rechtlichen Hinweisen" der Landesmedienanstalten zu Wahlsendezeiten für politische Parteien hervor, die am 17. Mai in Berlin veröffentlicht wurden. Vor der Bundestagswahl im September müssen bundesweit verbreitete Fernseh- und Hörfunksender demnach AfD und FDP jeweils mindestens drei Zeitschienen mit einer Länge von 1,5 Minuten zur Verfügung stellen.

Fachdienst medienARD rechnet mit weniger Geld aus Rundfunkbeiträgen

Die ARD rechnet mit sinkenden Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag. In ihrer Anmeldung für den aktuellen Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) weist sie für den Zeitraum von 2017 bis 2020 rund 233 Millionen Euro weniger aus als bislang eingeplant wurden. Geringere Einnahmen verbucht der Senderverbund zusätzlich wegen der gesetzlichen Einschränkung der Werbezeiten beim WDR, insgesamt 81 Millionen Euro. Laut Mitteilung vom 2. Mai meldet die ARD für den 21. KEF-Bericht allerdings einen Überschuss von insgesamt 242 Millionen Euro.

Fachdienst medienInterner ARD-Bericht: Buhrow ist bestbezahlter Intendant

WDR-Intendant Tom Buhrow erhält von allen ARD-Intendanten die höchsten Bezüge. Wie aus der Anlage zu einem internen Bericht der ARD-Anstalten hervorgeht, erhielt Buhrow im vergangenen Jahr 399.000 Euro brutto. An zweiter Stelle steht BR-Intendant Ulrich Wilhelm, er bezog im vergangenen Jahr 367.000 Euro. Laut Anlage, die dem epd vorliegt, verzichtete Wilhelm seit Amtsantritt auf sämtliche Bezüge und Aufwandsentschädigungen für die Mandate bei den BR-Tochterfirmen.

Fachdienst medienMedia Broadcast trennt sich von UKW-Netz

Der Sendernetzbetreiber Media Broadcast trennt sich von seiner UKW-Sparte. Das Unternehmen werde bis Ende Juni 2018 seine analogen UKW-Antennen und -Sender verkaufen, wie es am 15. Februar in Köln mitteilte. Media Broadcast streitet sich schon länger mit der Bundesnetzagentur über die Höhe der Preise, die das Unternehmen für den UKW-Betrieb verlangen darf. Die Regulierungsbehörde hatte dem Unternehmen am 14. Februar vorläufig untersagt, bei einigen Radioveranstaltern neue Entgelte für die UKW-Übertragung einzuführen.

Fachdienst medienMedienanstalten beanstanden Gaming-Kanal "PietSmietTV"

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten hat den Online-Kanal "PietSmietTV" beanstandet. Das Angebot werde untersagt, wenn bis Ende April kein Zulassungsantrag vorliege, teilte die ZAK am 21. März in Berlin mit. Aus Sicht der Kommission erfüllt der Kanal die Kriterien, um als Rundfunkangebot zu gelten. "PietSmietTV" läuft auf der Plattform Twitch und zeigt überwiegend Gamer beim Spielen.

Fachdienst medienNations League: Aufsichtsgremien geben grünes Licht

Die Aufsichtgremien von ARD und ZDF haben dem Kauf der Übertragungsrechte an der neuen Uefa Nations League zugestimmt. Nachdem der ZDF-Verwaltungsrat bereits grünes Licht gegeben hatte (epd 43/17), stimmten inzwischen auch alle zuständigen ARD-Rundfunkräte dem Erwerb zu, wie eine Sprecherin der ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz am 27. Oktober in München dem epd sagte.

Fachdienst medienPolitiker gegen Abschaffung des Ersten als nationales Programm

Politiker und Verbände stellen sich gegen einen Vorschlag zur Abschaffung des Ersten als nationaler Sender. Die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Malu Dreyer (SPD), sagte am 18. Oktober im Deutschlandfunk, an der Grundstruktur der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten solle man nicht rütteln. Auch der Deutsche Journalisten-Verband, der Deutsche Kulturrat und das ZDF lehnen die Vorschläge des Chefs der sachsen-anhaltischen Staatskanzlei, Rainer Robra (CDU), ab. Dieser hatte drastische Einschnitte beim ARD-Angebot gefordert, um den Rundfunkbeitrag stabil zu halten.

Fachdienst medienSpanische Parteien einigen sich auf RTVE-Reform

Die spanischen Parteien haben sich auf eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTVE geeinigt. Wie die spanische Zeitung "El País" berichtete, verabschiedeten die konservative Volkspartei (PP), die sozialistische PSOE, die linkspopulistische Partei Podemos und die liberale Partei Ciudadanos Ende Juni im spanischen Parlament gemeinsam eine Reform, die den staatlichen Einfluss im Sender verringern soll.

Fachdienst medienTelemedienstreit: Radio Bremen gibt Unterlassungserklärung ab

Im Rechtsstreit mit den nordwestdeutschen Zeitungsverlegern hat sich Radio Bremen verpflichtet, das beanstandete Telemedienangebot "Radiobremen.de'" vom 16. Januar künftig nicht mehr zu zeigen. In der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Bremen gab der Sender am 29. November eine Unterlassungserklärung ab. Die vier Tageszeitungen "Weser-Kurier", "Nordsee-Zeitung", "Osterholzer Kreisblatt" und "Delmenhorster Kreisblatt" hatten wegen ihrer Ansicht nach presseähnlicher und nicht sendungsbezoger Texte auf der Website geklagt.

Fachdienst medienTrump will Zuschüsse für öffentlichen Rundfunk streichen

US-Präsident Donald Trump plant in seinem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr drastische Kürzungen beim öffentlichen Rundfunk. Die Regierung wolle sich von der Finanzierung der "Corporation for Public Broadcasting" (Gesellschaft für öffentlichen Rundfunk) zurückziehen, erklärte der Direktor des Amtes für Verwaltung und Haushaltswesen, Mick Mulvaney, am 15. März. Für das kommende Jahr seien allerdings noch Zuwendungen geplant, um den Finanzierungsprozess zu Ende zu bringen.

Fachdienst medienVerleger: Presseähnliche Telemedienangebote verbieten

Die Verlegerverbände sprechen sich für ein "grundsätzliches Verbot öffentlich-rechtlicher presseähnlicher Telemedienangebote aus". Dieses Verbot sei "dringend notwendig und längst überfällig" und solle auch "unabhängig vom Sendungsbezug" gelten, heißt es in einer Stellungnahme, die der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gemeinsam im Konsultationsverfahren zum "Telemedienauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" abgegeben haben.

Fachdienst medienWiedergelesen

Der Rundfunkbeitrag ist immer ein schönes Aufregerthema. Kaum wird das Unwort - gern auch in der Variante "Zwangsgebühr" - in den sozialen Medien erwähnt, finden sich sofort viele Empörte, die zurücktwittern oder -posten: "Die wollen doch wohl nicht im Ernst für ihre ewigen Wiederholungen noch mehr Geld." Am Wochenende war es mal wieder so weit. Die FAS hatte im Internet die "exklusive" Meldung verbreitet, ARD, ZDF und das Deutschlandradio wollten, dass die Rundfunkbeiträge "bis 2029 von heute 17,50 Euro auf 21 Euro steigen".