Artikel zum Thema: Fernsehen
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Fachdienst medien"Das Publikum schaut, was serviert wird"

Nach Kinofilmen wie "Der Untergang" und "Elser - Er hätte die Welt verändert" kehrt Regisseur Oliver Hirschbiegel zum Fernsehen zurück. Sein Dreiteiler "Der gleiche Himmel" wird am 28., 29. und 30. März im ZDF gezeigt. Die Koproduktion von ZDF, Ufa Fiction und Beta spielt im geteilten Berlin der 70er Jahre. Tom Schilling spielt darin einen jungen Stasi-Agenten, der als Romeo auf eine Mitarbeiterin des britischen Geheimdiensts in Westberlin angesetzt wird. "Same Sky" ist als Serie für den internationalen Markt konzipiert, eine Fortsetzung ist geplant.

Fachdienst medien"Tod einer Polizistin": Filmemacher weisen Vorwürfe zurück

Die Filmemacher Clemens und Katja Riha wehren sich gegen Vorwürfe des baden-württembergischen SPD-Politikers Wolfgang Drexler gegen ihre Dokumentation "Tod einer Polizistin - Das kurze Leben der Michèle Kiesewetter". Drexler hatte den am 24. April im Ersten gesendeten Film in einer Presseerklärung als "nicht nur grob falsch und unsachlich, sondern anstößig" bezeichnet. Dies sei "eine unzulässige Schmähkritik mit einem unwahren Tatsachenkern", schrieb der Anwalt der beiden Filmemacher, Raphael Thomas, an Drexler. Er forderte den Politiker auf, diese Äußerungen zu unterlassen.

Fachdienst medienARD gibt 366 Millionen Euro pro Jahr für Sport aus

Die ARD hat zwischen 2013 und 2016 durchschnittlich 250 Millionen Euro pro Jahr für Sportrechte ausgegeben. Die aus dem Rundfunkbeitrag entnommene Gesamtsumme für die Sportberichterstattung im Ersten, in den Dritten Programmen und in den Digitalkanälen lag 2014 und 2015 bei je 366 Millionen Euro, wie aus Zahlen hervorgeht, die die ARD im Internet veröffentlicht hat. Damit setzt der Senderverbund knapp sieben Prozent seiner Beitragseinnahmen für das Thema Sport ein.

Fachdienst medienCharme des Amateurhaften

Jetzt hat das Stilmittel Improvisation auch den "Tatort" erreicht. Und wenn einer mit improvisierten Filmen langjährige Erfahrung hat, dann ist es Axel Ranisch. Er hat es bewiesen mit seinen von Kritikern gefeierten Filmen wie "Ich fühl mich Disco" und "Alki Alki".

Fachdienst medienDer Biss ist weg. Relaunch beim "Perfekten Dinner"

Die Kamera zeigt einen Teller, auf dem undefinierbare Häufchen angerichtet sind. Der Sprecher aus dem Off kommentiert: "Es ist vielleicht kein Meilenstein in der Vorspeisen-Dekorationsgeschichte.

Fachdienst medienDer subjektive Faktor

Der Bildungs- und Informationsauftrag, den hierzulande vor allem die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erfüllen sollen und - wie die Kritik immer wieder anmerkt - häufig verfehlen, ist in seiner besonderen Variante "Nachrichten" oder "News" bei allen Fernsehmachern, auch bei den kommerziellen, wirksam. Fernseh- und Hörfunksender, die von Werbeeinnahmen leben und deshalb vorwiegend Unterhaltung senden, möchten nicht, dass ihr Publikum zur vollen Stunde umschaltet, um woanders zu erfahren, was es Neues gibt.

Fachdienst medienDer Verrat

Alexander Costea gelingt in seinem Debütfilm ein dramaturgischer Geniestreich. Zwei Männer stehen im Mittelpunkt der Geschichte nach einem wahren Fall. Eine Mordermittlung gibt den Anlass, aber nicht den Grund für die Freundschaftsgeschichte zweier Außenseiter, von der "Die Maßnahme" handelt. Einer, Werner Seiler, ist ein kleinstadtbekannter Sonderling. Auf dem geerbten, verwahrlosten Hof lebt er am Rand der Gesellschaft. Strähnige Haare verdecken seine Physiognomie, ein Pullover aus der Kleiderspende und eine ausgebeulte Jogginghose seinen Körper.

Fachdienst medienDie Kuh kennt den Mörder

Wenn man die Serien mitzählt, zeigt das Fernsehen jedes Jahr Hunderte von Krimis, da lässt es sich kaum vermeiden, dass Freunde des Genres immer wieder mal Parallelen entdecken. Das gilt auch für den Auftakt zur mutmaßlich neuen ZDF-Reihe "Mordkommission Königswinkel". Schon die Konstellation der Ermittler erinnert an zwei ARD-Sonntagskrimis: Hauptkommissarin Julia Bachleitner (Lavinia Wilson) soll ihren Partner überwachen, weil der angeblich Kontakte zum organisierten Verbrechen hat - genauso begannen 2010 der "Polizeiruf" aus Rostock und 2015 der neue "Tatort" aus Berlin.

Fachdienst medienDie Unberührten

Es besteht Redebedarf. Ständig prallen irgendwo Welten aufeinander. Aber kann man überhaupt reden, mit Rechten zum Beispiel? Andreas Glarner, ein rechtspopulistischer Hetzer aus der Schweiz, befürchtet, in zehn Jahren seien Deutschland und Frankreich islamisiert und die Schweiz dazwischen eingeklemmt. Das sagt er auf Veranstaltungen und im Film. Wie redet man mit dem?

Fachdienst medienFakten und Fiktionen. Geschichte in Film und Fernsehen

Schüsse hallen durch den Raum, das Poltern von Soldatenstiefeln ist zu hören: Über eine Leinwand flackern Ausschnitte aus dem US-Mehrteiler "Holocaust". 1979 lief er im westdeutschen Fernsehen, als einer der ersten Filme zum Thema überhaupt in Nachkriegsdeutschland. In der ersten Woche nach der Ausstrahlung bekam der Sender 20.000 Zuschauerzuschriften, protokolliert auf gelben und grünen Karteikarten. "Unser Junge hat sehr geweint. Seine Frage: Warum hat keiner etwas getan?", ist dort zu lesen, oder: "Wir haben nicht gewußt, was damals passiert ist."

Fachdienst medienFantasievoller Realismus

Die klassische Familie - Vater, Mutter, Kinder - ist bei uns immer noch ein weit verbreitetes Lebensmodell, auch wenn es inzwischen viele "Patchwork-Familien" gibt. Und das Fernsehen ist voll von Komödien, Dramen und Tragödien, die sich um das Gründen oder das Scheitern von Familien drehen.

Fachdienst medienFrau über Bord

So ein großes Segelschulschiff ist ein schöner Anblick - sieht irgendwie nach der "guten alten Zeit" aus, nach Romantik und nach dem leichten Lebensgefühl der Becks-Bierwerbung. Entsprechend schockiert war die Nation, als im September 2008 auf der "Gorch Fock" eine junge Frau unter ungeklärten Umständen über Bord ging und zu Tode kam. Von wegen "sail away, you can fly"! Illusionen waren geplatzt - und wo starke Emotionen sind, ist die Idee, "da müsste man doch einen Fernsehfilm draus machen", nie weit.

Fachdienst medienGeistige Notwehr

Vor 16 Jahren kamen Hassan Geuad und sein Bruder Muhammed aus dem Irak nach Deutschland. Heute studiert der inzwischen 30-jährige Hassan in Düsseldorf Medienwissenschaft und ist als Urheber des crossmedialen Projekts "12thMemoRise" zum Feindbild der islamischen und islamistischen Community geworden. Dabei betreibt er nur eine Art geistiger Notwehr.

Fachdienst medienGeschmack von Bittermandel

Früher war auf Weihnachtsfilme Verlass. Wenigstens einmal im Jahr ging es im fiktionalen Fernsehen mal so richtig dickensmäßig um die Ärmsten der Armen. Normalerweise, zahlreiche Ausnahmen bestätigen diese Regel, bevorzugt der deutsche Fernsehfilm ja nach wie vor Milieus, denen die meisten Zuschauer zwar nicht angehören, aber gerne angehören würden: Die wohlhabende obere Mittelschicht oder auch gleich die richtig feinen Leute.

Fachdienst medienHR-Intendant Krupp: ARD kann nicht auf Sport verzichten

Nach Ansicht von HR-Intendant Manfred Krupp sollte sich die ARD weiterhin um TV-Rechte an großen Sportereignissen bemühen. "Mit Sicherheit werden wir manche Sportarten anders aufbereiten müssen, aber wir werden auf das Thema Sport nicht verzichten können und wollen", sagte Krupp in einem epd-Interview (in dieser Ausgabe).

Fachdienst medienKein Daueranstellungsvertrag für "Der Alte"-Schauspieler

Spielen Schauspieler seit vielen Jahren in einer Fernseh-Dauerserie mit, können sie deshalb noch keinen unbefristeten Mitarbeiter- oder Schauspielervertrag verlangen.

Fachdienst medienKein Kinderwunsch

Die Sache mit dem punktierten Kondom ist für Anna (Franziska Weisz) dann doch zu viel. Ein Betrugskondom in Philipps Tasche zum Zweck, sie heimlich und gegen ihren Wunsch zu schwängern. Der ultimative Vertrauensbruch. Ihm (Felix Klare) war schon unwohl dabei, sie zu hintergehen, also wollte er mit schlechtem Gewissen, aber neuerdings kaum zu stoppendem Fortpflanzungsbegehr das Schicksal die Entscheidung treffen lassen. Zwei Kondome zur Auswahl, eins in goldener Verpackung, intakt.

Fachdienst medienKiffen beim Kakao

Hat dieser Mann ein Pech! Der Wiener Kriminalpsychologe Richard Brock (Heino Ferch) auf den "Spuren des Bösen" hat die ZDF/ORF-Dauerkarte fürs ganz große Unglück gezogen. Erst bringt sich seine Frau um. Einmal erstickt er fast bei einem Wohnungsbrand. Er wird von einem Irren gestalkt. Und jetzt ersticht er, als er Nothilfe für ein bedrohtes Callgirl (Marvie Hörbiger) leistet, einen ihm anvertrauten Schizophrenen. Wegen des Verdachts der "Notwehrüberschreitung" kommt er in den Knast.

Fachdienst medienKunstvolle Erzählung

Wenn die erste Doppelfolge der Serie "Das Verschwinden" in der ARD Premiere hat, wurden im Bezahlsender Sky die ersten vier Episoden der Serie "Babylon Berlin" dem exklusiven Kreis der Abonnenten bereits gezeigt. Und nicht nur das: Auch wer kein Sky-Abo hat und bis zum Herbst nächsten Jahres warten muss, um die Serie in der ARD sehen zu dürfen, kann sich kaum retten vor enthusiastischen Kritiken, die "Babylon Berlin" als "Revolutionierung der deutschen Serienlandschaft" bezeichnen.

Fachdienst medienLuthers Werk und Müntzers Beitrag

Dieses Mal ist es Ottilie von Gersen (Aylin Tezel), eine frühere Nonne, die den Drucker Lucas Cranach d.Ä. (Christoph Maria Herbst) bestürmt, eine neue Schrift aufzulegen. Cranach ist skeptisch und weist die selbstbewusste Frau zurück, hat er doch seit Kurzem einige lukrative Bestseller im Programm, bei denen er mit dem Nachdruck kaum nachkommt. Bei den 95 Thesen Luthers half er vielfach beim Umformulieren, bis sie genügend zugespitzt waren. Ottilie insistiert, er müsse nun auch die Prager Briefe Thomas Müntzers (Jan Krauter) drucken, die von den Pfaffen handeln und Luther meinen.

Fachdienst medienMakaberes Highlight

Die ersten Szenen könnten der Auftakt zu einem "Tatort" sein: Im schummrig beleuchteten Keller steht eine Kühltruhe, "Aufmachen!", dringt es dumpf heraus, man sieht die Beine eines Menschen, der auf die Truhe zugeht, dann dessen Hand, die den Deckel öffnet und den Blick freigibt auf eine in der Truhe liegende, bereits angefrorene, gefesselte Gestalt. Die Hand greift zu einem Schlauch, spritzt die Gestalt mit Wasser ab und macht den Deckel wieder zu.

Fachdienst medienMehr als eine Pflichtübung

Pünktlich zum Jahrestag des Putsches hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan klar gestellt, dass er eine vom Parlament beschlossene Wiedereinführung der Todesstrafe bewilligen würde. Garniert hat Erdogan dies unter dem Jubel seiner Anhänger mit verbalen Gewaltfantasien: "Wir werden diesen Verrätern den Kopf abreißen." Im ZDF-"Heute-Journal" lautete die Übersetzung "abschlagen", was weniger martialisch klingt, aber auf dasselbe hinausläuft.

Fachdienst medienMutter allein zu Haus

Die Kinder der Babyboomer gehen aus dem Haus. Und irgendwie sind die Mütter der "geburtenstarken Jahrgänge" - der stärkste war 1964 - ziemlich komisch (die Väter auch). Sie kleben an ihren Kindern wie wohl keine Generation zuvor. Und wenn das Kind noch so deutliche Zeichen setzt und für "Work and Travel" bis ans andere Ende der Welt flieht - im Zeitalter der günstigen Flugtickets stalkt Mutti den Nachwuchs auch noch dort.

Fachdienst medienObst und Gemüse

Hauptkommissar Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) ist höflich. Die offenkundig schwer verwirrte alte Dame (Elisabeth Schwarz), die eines Nachts vor seinem Polizeirevier auftaucht und etwas von einem Toten und viel Blut faselt, bringt er höchstpersönlich zurück ins Pflegeheim. Nach Feierabend, es ergibt sich einfach so, schließlich stand er gerade vor der Tür, als die von ihrer vaskulären Demenz gezeichnete Frau Strauß eintraf.

Fachdienst medienOhne Distanz

Jahrelang gehütete "dunkle" Familiengeheimnisse, die irgendwann ans Licht kommen und pünktlich nach 88 Minuten restlos aufgeklärt sind: Dieses Sujet ist aus vielen deutschen Fernsehfilmen wohlbekannt. Aber die Geheimnisse, die von der Polin Aida Szewelewicz bis zu ihrem Tod - und über den Tod hinaus - nicht preisgegeben worden sind, würde kein Drehbuchautor zu erfinden wagen.

Fachdienst medienOhrwurmpotenzial

In der Tradition von Filmtiteln wie "Buschpiloten küsst man nicht", "Nette Nachbarn küsst man nicht" oder "Undercover küsst man nicht" hätte Sat.1 diese Komödie eigentlich konsequenterweise "Rockstars küsst man nicht" nennen müssen. Weil es aber bereits einen Roman dieses Namens gibt, ist es also "Rockstars zähmt man nicht" geworden. Von dem verunglückten Titel sollte man sich jedoch ebenso wenig abschrecken lassen wie von den Parallelen zur Hugh-Grant-Romanze "Mitten ins Herz - Ein Song für dich".

Fachdienst medienOptimistische Fatalisten

Der Roman von Heinz Strunk, auf dem die Komödie über zwei Singles fortgeschrittenen Alters auf der Suche nach Partnerinnen basiert, heißt einfach "Jürgen". Aber die der filmischen Adaption hinzugefügte, nach hochgestimmter Entschlossenheit klingende Ergänzung: "Heute wird gelebt" deutet schon darauf hin, dass Jürgen sich Hoffnungen auf das "Heute" macht, die sich wohl nicht erfüllen werden. Lars Jessen, der Regisseur, hat die Lebenshaltung von Jürgen und dessen Freund Bernd auf punktgenau treffende Weise im Pressetext charakterisiert: als "optimistischen Fatalismus".

Fachdienst medienÖsterreichische Privatsender gegen Youtube-Kanal des ORF

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) protestiert gegen Pläne des ORF, einen Youtube-Kanal einzurichten. Das geplante Angebot sei gesetzeswidrig, marktverzerrend und werde dem ORF selbst schaden, teilte der Verband am 31. März in Wien mit. Der öffentlich-rechtliche Sender hat bislang keinen eigenen Kanal auf der Plattform.

Fachdienst medienPragmatikerin mit Prinzipien

Der erste Auftritt des Reformators in diesem Film kommt nicht nur spät, sondern wirkt auch etwas, nun, improvisiert. Keine Kanzel, keine große Rede, kein theologischer Exkurs. Die Nonnen um Katharina von Bora sind gerade aus dem Kloster Nimbsch geflohen, mit einem Wagen, den ihnen Martin Luther geschickt hat. In der Stadt Wittenberg erwartet die Frauen, die ihr Gelübde gebrochen haben, eine aufgebrachte Volksmenge, die sie als Huren beschimpft. Als Luther am Schauplatz erscheint, schlichtet er das Tohuwabohu durch seine Autorität und hilft den Nonnen vom Wagen.

Fachdienst medienRe wie Realitätserkundung

"Re:" kann vieles heißen, der Reihentitel ist vielfältig auslegbar. Re wie Realität. Re wie Relevanz. Re wie Reaktion im Sinne von Reaktionsfähigkeit. Re wie Regard, also Blick, Aufmerksamkeit. Oder Re wie beim Skat. Er wolle dem "populistischen Kontra ein journalistisches Re" entgegensetzen, sagte Wolfgang Bergmann, Arte-Koordinator des ZDF, bei der Vorstellung des neuen Reportage-Formats im Januar in Berlin (epd 4/17). Und auf jeden Fall Re für Reportage.

Fachdienst medienRomantische Legenden. Das Günderrodehaus in Oberwesel

Filmemacher sind Illusionskünstler. Sie stellen ein paar Kulissen auf und halten so drauf, dass man nur die schöne Fassade sieht und gar nicht merkt, dass die Häuserwände nur rasch zusammengezimmert wurden und dahinter nichts ist. Dem Regisseur Edgar Reitz allerdings war es in seiner "Heimat"-Trilogie wichtig, an Original-Schauplätzen zu drehen, um deren "Einflüsterungen" zu hören und die Orte einzubeziehen.

Fachdienst medienSaarland-Krimi

Die Filmografie von Regisseur Miguel Alexandre weist diverse Mehrteiler auf, die in die Kategorie "Event"-Fernsehen gehören. Für die ARD hat er unter anderem den Udo-Jürgens-Film "Der Mann mit dem Fagott" oder das Mutter-gegen-Stasi-Drama "Die Frau vom Checkpoint Charlie" gedreht, für RTL "Die Patin" oder das Flieger-Epos "Starfighter". In den letzten Jahren hat sich der gebürtige Portugiese jedoch darauf konzentriert, die ZDF-Gotlandkrimireihe "Der Kommissar und das Meer" neu zu erfinden.

Fachdienst medienSchaut mich an!

"Die Oberfläche hat eine große Zukunft." - Bertolt Brecht

Fachdienst medienSchönenborn: WDR "nicht stolz" auf kommentierte Antisemitismus-Doku

WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn hat die am 21. Juni im Ersten und auf Arte gesendete Version der umstrittenen Antisemitismus-Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa" verteidigt. Nach der Veröffentlichung des Films auf "Bild.de" habe sich der WDR keine "Zeit der ruhigen Beratung" mehr nehmen können. Auf die nun gefundene Lösung sei der Sender "nicht stolz, aber es war das, was aus Transparenzgründen nötig war", sagte Schönenborn bei einer Diskussion des Grimme-Instituts am 22. Juni in Bonn.

Fachdienst medienSensibles Thema

Wie muss eine Dokumentation über Antisemitismus aussehen, damit sie auf Arte gezeigt wird? Anscheinend nicht so, wie Produzent und Autor Joachim Schroeder und Koautorin Sophie Hafner ihren Film "Auserwählt und Ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa" konzipiert haben. Ihre Dokumentation ist gedreht, produziert und abgenommen - im Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird sie wohl trotzdem nicht zu sehen sein. Aber der Reihe nach.

Fachdienst medienSie haben sich bemüht

Goethes "Faust" ist eine Fundgrube für Interpretationsanstrengungen aller Couleur. Nicht jede ist hermeneutisch, liest also aus dem Drama etwas heraus anstatt hinein, aber das muss auch nicht sein. Auch in der Kunst der Interpretation gibt es so etwas wie ein produktiv taugliches Missverständnis. Thomas von Aquin hat Aristoteles missverstanden, Goethe hat sich in Kant geirrt, beide haben daraus Eigenes und Wirkmächtiges gemacht.

Fachdienst medienStadelmaier als staatsfernes Mitglied im ZDF-Verwaltungsrat

Der ZDF-Fernsehrat hat acht Mitglieder für den neuen ZDF-Verwaltungsrat bestimmt, der sich im Sommer neu konstituiert. Gewählt wurden neben dem ehemaligen Mainzer Staatskanzleichef Martin Stadelmaier (SPD) auch der Ex-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Reinhard Göhner (CDU) und die frühere Kultusministerin von Sachsen-Anhalt, Birgitta Wolff (CDU), wie das Gremium am 3. März mitteilte. Der Fernsehrat ist für die Wahl der sogenannten staatsfernen Mitglieder des Verwaltungsrats zuständig.

Fachdienst medienTaschenspieler 4.0. ProSiebenSat.1 will Geld aus dem Rundfunkbeitrag

Große Summen wecken große Begehrlichkeiten, das ist bekannt. Kein Wunder also, dass man bei den Privaten sehnsüchtig auf die acht Milliarden Euro schielt, die der Beitragsservice im vergangenen Jahr wieder einmal für ARD, ZDF und Deutschlandradio eingesammelt hat, und darüber nachdenkt, wie man selbst von diesem Kuchen profitieren könnte.

Fachdienst medienThese und Gegenthese

Nach langem Ringen hat sich der WDR Mitte Juni dann doch entschlossen, die Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa" von Joachim Schroeder und Sophie Hafner zu zeigen - allerdings mit einem "Faktencheck", und im Anschluss wurde bei "Maischberger" über Antisemitismus diskutiert. "Faktencheck", das hört sich an wie Wahrheitssuche im Kampf gegen Fake News. Der Versuch war vielleicht gut gemeint - gelungen war er leider nicht.

Fachdienst medienUrkomische Dialoge

Von wegen "Nesthocker" und "Hotel Mama": In dieser als Komödie angelegten Trilogie ist die Welt, zumindest im Milieu der gut verdienenden Mittelschicht, noch in Ordnung: Die Kinder gehen aufs Gymnasium und gleich nach dem Abitur zum Studium oder einer anderen Ausbildung in die Welt hinaus. Zurück bleiben die Eltern, die ihr Leben neu organisieren müssen und plötzlich vor Problemen stehen: Was fangen wir jetzt an mit uns? Wie füllen wir die Zeit, die bleibt? Gibt es ohne Kinder für uns beide überhaupt noch ein Wir?

Fachdienst medienWDR-Rundfunkrat kritisiert Talkshows als populistisch

Der WDR-Rundfunkrat bekräftigt seine seit Jahren geäußerte Kritik an den von der Landesrundfunkanstalt verantworteten Talkshows im Ersten. Der Programmausschuss sieht Verbesserungspotenzial unter anderem bei der Themen- und Gästeauswahl, wie der Rundfunkrat am 22. November in Köln mitteilte. Die Formate "Hart aber fair" und "Maischberger" setzten nach wie vor zu häufig auf populistische Reizthemen und hätten zu selten Frauen und jüngere Menschen auf der Gästeliste, bemängelt das Aufsichtsgremium unter anderem.

Fachdienst medienZu gut gemeint

Mitten in der Nacht klingelt es bei Familie Krasniqi. Uniformierte halten dem schlaftrunkenen Vater ein amtlich aussehendes Dokument vor das Gesicht. Ihr Auftreten ist rüde. Das Bleiberecht sei widerrufen, die 17 Jahre lang Geduldeten seien "vollziehbar ausreisepflichtig", jetzt gehe es sofort im Sammeltransport nach Pristina. Aufstehen, zusammenpacken, nur 20 Kilo, aber zackig. Die Mutter trennt hastig Erinnerungsfotos aus den Alben. Der Vater (Kasem Hoxha) beteuert, nie einen Abschiebebescheid erhalten zu haben und will reden.

Fachdienst medienZurück in die Siebziger

Je älter Schauspieler werden, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen das Angebot gemacht wird, die Rolle eines an Demenz oder Alzheimer Erkrankten zu übernehmen. Wenn die Erinnerung nicht trügt, hat es 2002 mit Götz George ("Mein Vater") angefangen. Ihm folgten unter anderem Peter Simonischek ("Mit einem Schlag", 2008), Klaus Maria Brandauer ("Die Auslöschung", 2013), Christiane Hörbiger ("Stiller Abschied", 2013), Hannelore Hoger ("Nichts für Feiglinge", 2014), Robert Atzorn ("Mein vergessenes Leben", 2015).