Artikel zum Thema: Flüchtlinge
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ZentralredaktionArbeit statt Schule

Khalil trägt stolz das Trikot von Real-Madrid-Verteidiger Sergio Ramos. Am liebsten kickt der 13-Jährige mit seinen Freunden, wie viele Jungen in seinem Alter träumt er von einer Karriere als Fußballer. Aber in den monatelangen Sommerferien hat der syrische Flüchtlingsjunge aus Kobane keine Zeit fürs Spielen. Er muss den ganzen Tag in einem Kleiderladen in der Großstadt Sanliurfa im Südosten der Türkei arbeiten, damit seine Familie finanziell über die Runden kommt.

ZentralredaktionBedford-Strohm besucht soldatische Samariter

Als Zeichen des Dankes haben die zwei Bischöfe ein ungewöhnliches Geschenk gewählt: Dutzende von Lebkuchenherzen, mit Zuckerguss steht "Danke" darauf, bringen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der evangelische Militärbischof Sigurd Rink der Besatzung des Marinebootes "Werra" nach Italien mit.

ZentralredaktionDrehkreuz in der Wüste

Lehmhütten, Hitze, Wüste: In Agadez im Norden des Niger führen die Menschen ein entbehrungsreiches Leben. Seit einiger Zeit erlebt die Stadt aber eine Art Boom. Agadez liegt für 90 Prozent der Flüchtlinge und Migranten, die über Libyen nach Europa wollen, auf dem Weg. Weil Libyen derzeit im Chaos versinkt, wird die Sahararegion um Agadez für die EU interessant. Sie will den westafrikanischen Staat als Kooperationspartner gewinnen, um die Massenbewegung zu verhindern - ausgerechnet das ärmste und am wenigsten entwickelte Land der Welt.

ZentralredaktionHasskommentare für Willkommensbotschaften

Ulrich Lilie hält das Band in dem Video hoch. «Auch ich trage dieses Band», sagt der Präsident der Diakonie und zeigt auf sein Handgelenk. «Weil ich mit diesem Band 'ja' sagen möchte. Ja zu den vielen Flüchtlingen in unserem Land, ja zu einem menschenfreundlichen und offenen Deutschland.» Auf Facebook hat die Diakonie Deutschland dieses Video gepostet, um auf eine Aktion mehrerer Verbände hinzuweisen: Sie vertreiben bunte Stoff-Armbänder mit Willkommens-Aufdruck, deren Erlös in die Flüchtlingshilfe geht. In dem sozialen Netzwerk bekam die Diakonie Hunderte Hasskommentare.

ZentralredaktionReza ergreift seine Chance

Reza Sharifi kann stolz auf sich sein: Erst seit knapp zwei Jahren lebt der 19-jährige Flüchtling aus Afghanistan in Deutschland. Nun schaffte er das Unerwartete: Mit einem Notendurchschnitt von 2,0 machte er den Hauptschulabschluss an der Realschule plus Hambach/Maikammer - als Bester des gesamten neunten Jahrgangs. Nun hat Reza, der vor dem Terror der radikalislamischen Taliban ohne seine Familie flüchtete, eine Lehre als Mechatroniker begonnen.

ZentralredaktionTüröffner in eine andere Kultur

Zehn Kindertagesstätten in Sachsen tragen ein besonderes Prädikat: Sie sind «Willkommenskitas». Genauer gesagt wollen sie das erst noch werden. Die Einrichtungen stellen sich den speziellen Herausforderungen der Aufnahme von Flüchtlingskindern. Hinter dem Projekt steht die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), die die Einrichtungen bis zum Jahr 2017 begleitet. Sie schult das Personal und hilft, ein lokales Netzwerk für mehr Willkommenskultur aufzubauen.

ZentralredaktionZu viel Krieg im Gedächtnis

Sie will nie wieder zurückkehren. "Dazu haben wir zu viel erlebt", sagt Sandra González entschieden. "Das mit dem Frieden klingt sehr schön, aber wer weiß, wie es dann wirklich ist." Die 42-Jährige musste als junge Frau mit ihren drei Kindern in einer Nacht- und Nebelaktion von ihrem Hof im südkolumbianischen Departement Caquetá fliehen. Die Farc-Guerilla hatte ihren Mann gezwungen, Botengänge für die Rebellen zu machen. "Als ich ihn überzeugen wollte, damit aufzuhören, drohten sie mir." Drei Monate später war er tot. "Er hatte gesagt, er steigt aus."