Artikel zum Thema: Flüchtlinge
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ZentralredaktionViele Köche verbessern den Brei

Hassan Abakar Omar bindet sich seine Schürze um und fängt an, Paprika und grünes Okragemüse zu schneiden. Sein Kollege Tony Hohlfeld, dessen Restaurant "Jante" in Hannover Anfang Dezember mit dem begehrten Michelin-Stern ausgezeichnet worden ist, übernimmt Zwiebeln und Knoblauch. Heute soll es Lamm-Pilau geben, eine Art Gulasch aus Hassans Heimatland Sudan. "Ich mag es, gutes Essen zu machen", sagt der 32-Jährige. Hassan hat im Sudan in einem Restaurant gearbeitet, bevor er vor knapp drei Jahren nach Deutschland kam.

ZentralredaktionWenn nicht wir, wer dann?

Inmitten der Ruinen steht ein Neubau mit strahlendweißer Fassade und metallisch glänzenden Eingangssäulen. Zwei Bewaffnete und ein Schlagbaum an der Straße Richtung Altstadt sollen das gerade fertiggestellte Einkaufszentrum in Mogadischu schützen. Das historische Viertel der somalischen Hauptstadt besteht nach 26 Jahren Krieg zu weiten Teilen aus zerstörten Bauten. Die "Mogadischu Mall" mit ihrem riesigen roten Namensschild auf dem Dach sticht von weitem heraus.

ZentralredaktionZwischen Angst und Hunger

Stacheldraht, eine Mauer soweit das Auge reicht, ein Pulk von Sicherheitskräften: Das Bakassi-Camp in der nordöstlichen Stadt Maiduguri mit knapp 22.000 Bewohnern und gut 500 Sicherheitskräften ist das größte von 21 offiziellen Lagern für Vertriebene in Nigeria. Ibrahim Fatih lebt seit fast drei Jahren dort, mit seiner fünfköpfigen Familie auf zehn Quadratmetern. "Wir würden sofort zurückgehen, wenn wir nur könnten!", eröffnet der 53-Jährige das Gespräch. "Wenn Frieden herrscht, bin ich am nächsten Tag zurück."