Artikel zum Thema: Behinderte
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Zentralredaktion"Blinder Passagier" im Museum

Am Eingang des Parcours drückt der Geschäftsführer des Dialog-Museums, Matthias Schäfer, jedem Reisenden einen Blindenstock in die Hand. Der 50-jährige Dieburger, der nur noch rund zwei Prozent Sehvermögen hat, muss zum Start des Sommerprogramms als "Guide" aushelfen. Nach dem Kennenlernen geht es ab in den dunklen Bauch des Museums. Schäfer geht voran, seine sonore Stimme weist den Weg.

Zentralredaktion"Das würde ich mich sonst nie trauen"

Barfuß auf lange Nägel? Tut das nicht weh? Julius steht vor einem Nagelbrett und runzelt die Stirn. Zirkuspädagoge Erik Werner hält ihn am Arm, während Julius vorsichtig tastend auf das Brett mit den 15 Zentimeter langen Nägeln steigt. "Ihr dürft keine schnellen Bewegungen machen, also nicht drauf springen", erklärt Erik Werner. Auf dem Brett stehend strahlt Julius, der mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) zur Welt kam. Sein Ziel: im nächsten Jahr in der Manege des "Circus Roncalli" zu stehen.

Zentralredaktion"Wenn man Kunst versteht, wird sie langweilig"

Petra Hehmann fährt sanft mit den Fingern über die Oberfläche der Theke und ist kurz irritiert. Was auf den ersten Blick wie ein edler Stein aussieht, fühlt sich bei der Berührung eher wie Kunststoff an. Hehmann mag es trotzdem. "Gut fühlt sich das an", sagt die Kunstinteressierte aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Die Theke steht nicht in einer Kneipe, sondern nur ein paar hundert Meter entfernt vom LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster.

ZentralredaktionArztbesuch mit Hindernis

Im Prinzip eckt der Schwerbehinderte aus Lörrach immer wieder an derselben Stelle an: Die Gänge in zahlreichen Arztpraxen sind für seinen speziellen Rollstuhl zu eng. Er kann nicht einfach zu einem Arzt fahren, sondern muss erst herumtelefonieren, welche Praxis "barrierefrei" ist, wie es im Fachjargon heißt.

ZentralredaktionChristoffel-Blindenmission erzielt deutliches Spendenplus

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat im vergangenen Jahr ihre Erträge um 13 Prozent auf 76,9 Millionen Euro gesteigert. Besonders erfreulich hätten sich die Spendeneinnahmen entwickelt, sagte Geschäftsführer Rainer Brockhaus bei der Präsentation des Jahresberichts 2016 im südhessischen Bensheim. Sie seien um 5,6 Millionen Euro auf 51,2 Millionen Euro gestiegen. Aus Nachlässen und Vermächtnissen habe das Hilfswerk 11,7 Millionen Euro erhalten, 431.000 Euro mehr als im Vorjahr.