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ZDF-Fernsehgottesdienst aus Berliner Flüchtlingskirche übertragen

Aus der Anfang Oktober eröffneten Berliner Flüchtlingskirche ist am Sonntag erstmals ein Fernsehgottesdienst gesendet worden. Das ZDF übertrug am Vormittag 45 Minuten lang aus St. Simeon im Stadtteil Kreuzberg. Fernsehzuschauer hatten die Möglichkeit, während des Gottesdienstes Fragen zu stellen. Diese wurden in einer von ZDF-Moderator Wulf Schmiese geleiteten Gesprächsrunde am Ende der Sendung von den Protagonisten beantwortet.

Darunter waren Menschen, die selbst schon vor vielen Jahren nach Deutschland geflüchtet waren, wie Feride Berisha von "Asyl in der Kirche". Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der US-amerikanischen Jazz-Sängern Jocelyn B. Smith und dem Chor des Obdachlosenzentrums Berlins.

Die Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein sagte in ihrer Predigt, niemand könne mehr so tun, als hätte sein Leben hier in Deutschland nichts mit dem Leben anderer Menschen zu tun. Alles hänge mit allem zusammen. So wirkten sich etwa der hiesige Wunsch nach Kleidung zu Dumpingpreisen oder der Waffenhandel fatal auf die Lebenssituation vieler Menschen auf der Welt aus. Gute Lebenschancen für alle Menschen auf der Welt gebe es nur dann, wenn miteinander gedacht und gehandelt werde. "Dieses Miteinander ist nicht uneigennützig", sagte die evangelische Generalsuperintendentin.

In der Berliner Flüchtlingskirche sind selbst keine Flüchtlinge untergebracht. Sie dient seit Anfang Oktober der Beratung von Flüchtlingen, aber auch als Ort des Austausches für Haupt- und Ehrenamtliche. Zugleich soll es für Flüchtlinge ein Ort der Andacht sein, zum Trauern für die, die auf der Flucht gestorben sind, aber auch zum Gebet für die, die noch unterwegs sind.