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Weltkirchenrat begrüßt Treffen zwischen Franziskus und Kyrill

Der Weltkirchenrat begrüßt die für Freitag geplante Begegnung zwischen Papst Franziskus und dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. Das erste Treffen der Oberhäupter der römisch-katholischen Kirche und der russisch-orthodoxen Kirche in der Geschichte habe eine "große symbolische Bedeutung" für die gesamte Christenheit, sagte der beigeordnete Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Hielke Wolters, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag in Genf.

Am Freitagnachmittag (Ortszeit) treffen sich die beiden kirchlichen Oberhäupter für zwei Stunden auf dem Flughafen von Havanna, anschließend wollen sie eine gemeinsame Erklärung unterzeichnen. Im Mittelpunkt des erstmaligen Treffens soll die Situation bedrohter Christen in aller Welt stehen.

Bisher hatten Spannungen zwischen Rom und Moskau einen solchen Gipfel verhindert. Missstimmungen gibt es über die Ukrainische griechisch-katholische Kirche und die Gründungen von römisch-katholischen Bistümern in Russland. Offensichtlich konnten Kirchendiplomaten einige Hürden aus dem Weg räumen. Franziskus fliegt nach dem Treffen weiter zu einer sechstägigen Mexiko-Reise, Kyrill startete am Donnerstag auf Kuba seinen Lateinamerika-Besuch.

"Es ist gut dass sie sich sehen und miteinander sprechen", sagte Wolters vom Ökumenischen Rat der Kirchen. Allerdings müsse man abwarten, was in der gemeinsamen Erklärung des Papstes und des Patriarchen stehen werde. "Erst dann wissen wir, ob es auch zu praktischen Schritten kommt oder nicht", sagte Wolters.

Die russisch-orthodoxe Kirche ist die größte der rund 350 Mitgliedskirchen des Weltkirchenrats, sie hält sich aber in der Zusammenarbeit zurück. Die katholische Kirche ist kein Mitglied des ökumenischen Dachverbands, sie kooperiert aber mit ihm.