Der diesjährige Weltgebetstag der Frauen am 2. März lenkt den Blick auf Malaysia. Unter dem Motto "Steht auf für Gerechtigkeit" geht es um die Stärkung der Rechte von Hausangestellten in dem wirtschaftlich aufstrebenden Land, teilte das Deutsche Weltgebetstagskomitee am Freitag im bayerischen Stein mit. In einer Petition wird arbeitsrechtlicher Schutz und eine staatliche Anerkennung für Hausangestellte gefordert. Die Petition soll der malaysischen Regierung übergeben werden.
Malaysia ist den Angaben zufolge in Südostasien das wichtigste Ziel für ungelernte Migranten. Bis zu 500.000 zugewanderte Frauen arbeiteten als Hausangestellte, oftmals ohne Verträge, ohne geregelte Arbeitszeiten oder Mindestlohn, teilte das Weltgebetstagskomitee mit. Im Sommer 2011 war eine Demokratiebewegung unterdrückt worden. Obwohl offiziell Religionsfreiheit im islamischen Malaysia herrscht, werden Christen und andere Minderheiten Einschränkungen auferlegt.
Zum Weltgebetstag laden Christinnen aller Konfessionen aus mehr als 170 Ländern ein. Damit gilt der Weltgebetstag als größte ökumenische Laienbewegung weltweit. Die Gottesdienstordnung wird jeweils von Frauen des Landes erstellt, das im Mittelpunkt steht. Auch in Deutschland werden wieder Hunderttausende Besucherinnen und Besucher zu Gottesdiensten am Weltgebetstag erwartet. Die Kollekte geht an Hilfsprojekte für Frauen in Entwicklungsländern unterstützt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als drei Millionen Euro gespendet.
