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Verfahren zur Bischofsfindung in Limburg ist eröffnet

Das Verfahren zur Findung eines neuen Limburger Bischofs ist eröffnet worden. Der Apostolische Nuntius in Berlin habe in der vergangenen Woche das Limburger Domkapitel gebeten, ihm eine Kandidatenliste zu schicken, teilte Pressesprecher Stephan Schnelle am Donnerstag in Limburg mit. Das Gremium habe dem Gesandten daraufhin am Montag seine vorbereitete Liste zugesandt. Wie viele Vorschläge die sieben Mitglieder des Domkapitels unterbreitet haben, wisse er nicht, sagte Schnelle. Das Papier sei "streng geheim".

Das Verfahren folge dem Preußenkonkordat von 1929, erläuterte der Bistumssprecher. Danach können das Domkapitel, der päpstliche Nuntius für Deutschland, Bischöfe und andere Gremien dem Vatikan Kandidatenlisten einreichen. In Rom berät die Bischofskongregation darüber und unterbreitet die Vorschläge dem Papst. Dieser schickt über die Bischofskongregation und den Nuntius eine Dreierliste an das Domkapitel des Bistums zurück, das daraus den Bischof wählt.

Der Apostolische Administrator, Weihbischof Manfred Grothe, hatte Ende November nach einem Vatikanbesuch erklärt, dass bis zu diesem Sommer mit der Wiederbesetzung des seit 2014 vakanten Limburger Bischofsstuhls zu rechnen sei. Vor knapp zwei Jahren hatte Papst Franziskus das Angebot von Tebartz-van Elst zum Amtsverzicht angenommen. Ursache für den Rücktritt waren vor allem die erheblich gestiegenen Kosten für den Neubau der Bischofsresidenz auf dem Limburger Domberg.