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Universitätsprediger Preul erhält Deutschen Predigtpreis

Der Theologe und langjährige Universitätsprediger Reiner Preul erhält für sein Lebenswerk den ökumenischen Predigtpreis 2015. Der Kieler Professor für Praktische Theologie habe sich seit mehr als 40 Jahren um die Predigtlehre verdient gemacht, begründete die Jury die Auszeichnung am Donnerstag in Bonn. Preul sei ein origineller Prediger, der in seinen Predigten aktuelle Erfahrungen mit evangelischem Geist durchdringe, sagte der Jury-Vorsitzende, der Bonner Theologe Reinhard Schmidt-Rost. Stifter der undotierten Auszeichnung ist der Verlag für die Deutsche Wirtschaft.

Preul lehrte den Angaben zufolge seit 1975 in Marburg Praktische Theologie. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören neben der Predigtlehre (Homiletik) vor allem die Religionspädagogik und die Kirchentheorie. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2005 war Preul noch bis 2010 als Universitätsprediger an der Universität Kiel tätig. Gemeinsam mit Wilfried Härle gibt Preul das Marburger Jahrbuch Theologie heraus.

Mit dem ökumenischen Predigtpreis will der Verlag für die Deutsche Wirtschaft die Redekunst in den Kirchen fördern. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch (1925-2005), der Theologe Jörg Zink, der Schweizer Pfarrer und Lyriker Kurt Marti, der Waldenser Professor Paolo Ricca, die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, und der niederländische Theologe und Dichter Huub Oosterhuis. Die Vergabe des mit einer Bronzeskulptur verbundenen Preises erfolgt traditionell am Buß- und Bettag in der Schlosskirche der Universität Bonn.