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Unierte Kirchen und lutherische Freikirchen söhnen sich aus

Die Union Evangelischer Kirchen (UEK) und die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) haben im Jahr des 500. Reformationsjubiläums ihre historische Spaltung aufgearbeitet. Für den Buß- und Bettag am 22. November ist in Berlin ein Buß- und Versöhnungsgottesdienst geplant. Grundlage ist ein von SELK und UEK erarbeitetes Gemeinsames Wort, dem die UEK-Vollkonferenz am Freitag in Bonn einstimmig zustimmte.

Zuvor hatte SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt als Gast der Vollkonferenz über die mehrjährigen Gespräche über das Papier berichtet, das der Allgemeine Pfarrkonvent seiner Kirche bereits am Vortag ebenfalls einstimmig angenommen hatte. In der SELK sind lutherische Freikirchen zusammengeschlossen, die sich als Protest gegen die Einführung der Union in Preußen im 19. Jahrhundert gegründet hatten und seither als eigenständige Kirchen bestehen. Heute gehören zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche etwa 33.500 Gemeindemitglieder in 174 Gemeinden bundesweit.

1817 hatten sich in Preußen lutherische und reformierte Gemeinden zur Evangelischen Kirche der Union (EKU) zusammengeschlossen. 2003 fusionierten diese Kirchen mit der Arnoldshainer Konferenz zur Union Evangelischer Kirchen. Diesem Kirchenbund gehören zwölf evangelische Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an.