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Trauerfeier für Kardinal Meisner mit Prozession begonnen

Mit einem Trauerzug haben am Samstag in Köln die Feierlichkeiten zum Begräbnis von Kardinal Joachim Meisner begonnen. Die Prozession zog am Morgen von der Innenstadtkirche St. Gereon, wo der Leichnam des langjährigen Kölner Erzbischofs nach seinem Tod aufgebahrt wurde, zum Dom. Dort sollte Meisner in der Bischofsgruft beigesetzt werden.

An der Spitze der Prozession liefen Vertreter und Würdenträger der katholischen Kirche, darunter auch der amtierende Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki. Direkt vor dem Leichenwagen gingen Meisners letzter Sekretär Oliver Boss mit dem nach unten geneigten Bischofsstab und Meisners langjähriger Fahrer Roman Dolecki mit der Mitra. Der Wagen wurde von Maltesern, Grabesrittern sowie Mitarbeitern der Dombauhütte begleitet. Dahinter folgten Angehörige und Freunde Meisners sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

Zur Begräbnisfeier in der Kathedrale wurden bis zu 4.000 Menschen erwartet. Auf der Gästeliste standen fast 50 Bischöfe aus dem In- und Ausland sowie Spitzenvertreter der evangelischen und der orthodoxen Kirche. Als politische Repräsentanten wurden NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) und weitere Landes- und Kommunalpolitiker erwartet.

Meisner war am 5. Juli im Alter von 83 Jahren in seinem Urlaub in Bad Füssing gestorben. Der streng konservative Theologe war von 1989 bis 2014 Erzbischof von Köln und zuvor von 1980 bis 1988 Bischof von Berlin. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2014 lebte er zurückgezogen in Köln.