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Tillich: Dresdner Kreuzchor berührt die Menschen

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat den Dresdner Kreuzchor nicht nur als Botschafter Sachsens, sondern vor allem auch des Evangeliums gewürdigt. "Wir feiern einen Chor, der seit 800 Jahren das religiöse und das kulturelle Leben in dieser Stadt prägt, und der mittlerweile in der ganzen Welt Berühmtheit erlangt hat", sagte Tillich am Freitag bei einem Festakt zu dem Jubiläum in der Dresdner Semperoper. Der Klang des Kreuzchors berühre die Menschen.

Vor dem Hintergrund zunehmender Fremdenfeindlichkeit und Radikalität in Sachsen würdigte der Ministerpräsident den Kreuzchor als Vermittler von gesellschaftlichen Werten und für sein Engagement für Toleranz. "Besonders in dieser Zeit ist es wichtig, solche Botschafter zu haben, die Sachsens prägende Werte und Traditionen vertreten, verbunden mit Weltoffenheit und christlicher Nächstenliebe", sagte er.

Der Kreuzchor feiert in diesem Jahr zusammen mit der Kreuzkirche und der Evangelischen Kreuzschule sein 800-jähriges Bestehen. Die Stadt hatte am Freitag als Träger des Chores zu einem Festakt in die Oper eingeladen.

Tillich zufolge sind Kirchenkonzerte wie die des Kreuzchores eine niederschwellige Einladung, sich der Religion und dem Glauben zu öffnen. "Denn ganz gleich, ob Sie an Gott glauben oder nicht: vom Klang des Kreuzchors lässt sich jeder verzaubern", sagte der Regierungschef.

Traditionell gestalten die Kruzianer die Vespern und Gottesdienste in der evangelischen Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt. Darüber hinaus sind die insgesamt rund 130 Kruzianer in zahlreichen Konzerten zu in und außerhalb Dresdens zu erleben. Tourneen führten sie bis nach Südamerika und Asien.