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SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles betet gerne den Rosenkranz

Das Rosenkranz-Gebet hat für die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles (41) eine große Bedeutung. "Nach dem Tod eines Menschen empfinde ich es als sehr tröstlich, dreimal einen Rosenkranz zu beten", sagte die Politikerin dem evangelischen Monatsmagazin "chrismon" (Februar-Ausgabe). Das Gebet sei "eine Verbindung zwischen dem Einzelnen, der Gemeinschaft und Gott".

Die Katholikin sagte, sie glaube "an einen weisen Gott, aber nicht mit Bart". Gott ermögliche den Menschen freie Entscheidungen, bestrafe sie aber nicht. "Solange du dich bekennst, eingestehst, korrigierst, ist Absolution möglich", sagte Nahles. Als Politikerin passiere es ihr manchmal, dass sie nur an ihre eigenen Ziele denke und vergesse, dass andere auch ihre Interessen durchsetzen wollten. "Dann muss man sich im Nachhinein korrigieren, das tut manchmal weh." Für Reue ist nach Ansicht der Politikerin in der Gesellschaft kein Platz mehr.

Nahles beklagte den zunehmenden Druck zu schnellen Entscheidungen durch neue Kommunikationsmittel wie SMS und E-Mail. "Die Phasen des Nachdenkens und Nachspürens werden immer kürzer oder gleich ganz abgeschafft." Dadurch sei es schwieriger, gute Entscheidungen zu treffen.