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Sozialpolitischer Aschermittwoch der Kirchen mit Minister Gröhe

Die Evangelische Kirche im Rheinland und das katholische Bistum Essen laden für Mittwoch wieder zum traditionellen Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen nach Essen ein. Prominenter Gast in diesem Jahr ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Er spricht über "Gesundheitspolitik im Dienste der Menschen". Die Liturgie der ökumenischen Veranstaltung in der Auferstehungskirche gestalten Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und der rheinische Präses Manfred Rekowski.

Die Gesundheitspolitik stelle eine zentrale Funktion des Sozialstaates dar, die aber als Schnittmenge unterschiedlicher Wertvorstellungen und gegensätzlicher ökonomischer Interessen immer umstritten bleibe, heißt es in der Einladung. Auch die Kirchen seien mit ihren vielen Einrichtungen der Diakonie und der Caritas wichtige Partner in diesem Feld, schreiben Rekowski und Overbeck. Sie müssten sich beispielsweise fragen lassen, wie hoch die Versorgungsstandards sein sollen und ob es gerecht sei, bei Ausgabensteigerungen nur die Versicherten zu belasten.

Mit dem Sozialpolitischen Aschermittwoch wollen das Bistum Essen und die rheinische Kirche einen "Kontrapunkt zum Politspektakel der Parteien" setzen. Mit der 1998 gestarteten Reihe treten die Kirchen öffentlich für Solidarität und Gerechtigkeit in der Gesellschaft ein.