Kirche
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Sternsinger aus dem Bistum Eichstätt im Schloss Bellevue in Berlin empfangen.
© epd-bild / Christian Ditsch
Steinmeier empfängt Sternsinger
Berlin (epd). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine Abordnung der Sternsinger im Schloss Bellevue empfangen. Die 39 Jungen und Mädchen aus dem Bistum Eichstätt schrieben am Dreikönigsfest den Schriftzug "C+M+B" an das große Portal des präsidialen Amtssitzes in Berlin. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Satz "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus). Zum Abschluss der Begegnung sangen die Kinder für den Bundespräsidenten, der tags zuvor 62 Jahre alt geworden war, ein Geburtstagsständchen.

Bei der jährlichen katholischen Sternsinger-Aktion sammeln Mädchen und Jungen in ganz Deutschland rund um den Jahreswechsel für notleidende Kinder in aller Welt. Als Heilige Drei Könige verkleidet ziehen sie von Tür zu Tür.

Die diesjährige Kampagne steht unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit!". Schätzungen gehen von rund 152 Millionen arbeitenden Kindern weltweit aus. Im Schwerpunktland Indien sind es den Angaben zufolge zwischen zwölf und 60 Millionen.

Mit seiner persönlichen Spende unterstützt der Bundespräsident ein Bildungsprojekt der Sternsinger für arbeitende Kinder im Norden Indiens. Dabei wird den Angaben zufolge der Schulbesuch teppichknüpfender Mädchen und Jungen gefördert. Zudem werden Müttern Kleinkredite gewährt, damit ihre Kinder nicht arbeiten gehen müssen.

Der seit März amtierende Bundespräsident Steinmeier empfing zum ersten Mal die Sternsinger. Er setzte damit eine Tradition fort, die schon seine Amtsvorgänger Karl Carstens, Roman Herzog, Johannes Rau, Horst Köhler, Christian Wulff und Joachim Gauck gepflegt hatten.