Entwicklung
Weil selbst in der Metropole Goma im Kongo kaum jemand einen Wasseranschluss hat, holen die Menschen Wasser am See.
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Mehr als zwei Milliarden Menschen haben kein sicheres Trinkwasser
Genf (epd). Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer verlässlichen Abwasserentsorgung. Dies gelte auch für Millionen Familien, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten neue Anschlüsse erhalten hätten, erklärten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef in Genf. Knapp ein Drittel der Weltbevölkerung, 2,1 Milliarden Menschen, sind demnach von sicherer Trinkwasserversorgung ausgeschlossen. Bei der Abwasserentsorgung sind es 4,5 Milliarden Menschen.

"Sauberes Trinkwasser, Abwasserentsorgung und Hygiene dürfen kein Privileg der Reichen oder der städtischen Bevölkerung sein", sagte der neue WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Weil es sich um die Basis menschlicher Gesundheit handle, müssten alle Staaten ihren Bürgern den Zugang garantieren.

Unicef zufolge sterben wegen schlechter Hygienebedingungen jedes Jahr mehr als 360.000 Kleinkinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen. Auch Krankheiten wie Cholera, Hepatitis A und Typhus verbreiteten sich unter schlechten hygienischen Verhältnissen besonders schnell.