Medien
Luther-Festspiele im Fernsehen
Viele Filme und Dokumentationen zum Reformationsjubiläum
Frankfurt a.M. (epd). Die öffentlich-rechtlichen Sender reisen zum 500. Reformationsjubiläum in die Zeit Martin Luthers (1483-1546). Während sich das ZDF erst ab dem Abend vor dem Reformationstag mit dem Leben Luthers und der Reformation befasst, zeigen die Sender der ARD-Rundfunkanstalten schon vor dem 31. Oktober zahlreiche Spielfilme und Dokumentationen zum 500. Jahrestag des legendären Thesenanschlags.

Das ZDF lässt den Zuschauer am Reformationsfeiertag die historischen Ereignisse mit der Premiere des Dokudramas "Das Luther-Tribunal. Zehn Tage im April" nahezu miterleben. Parallel zur ZDF-Doku ab 20.15 Uhr zeigt n.tv die US-amerikanische Dokumentation "Martin Luther - Revolutionär der Kirche". Im BR steht zur Prime-Time Luthers Ehefrau im Mittelpunkt: Der Sender wiederholt den Film "Katharina Luther", der im Februar im Ersten Premiere feierte.

Inhaltlich weit entfernt vom Reformationstag ist am Dienstagabend das Erste, welches den zweiten Teil einer Romanverfilmung von Charlotte Link ausstrahlt. Der Privatsender RTL bietet keinen Programmschwerpunkt zur Reformation, der Sender will das Thema aber in seinen Nachrichtenprogrammen aufgreifen.

Für die Kinder startet das Fernsehprogramm am Reformationstag früh morgens - das Erste widmet sich mit "Checkeins" von 5.30 Uhr bis 9.20 Uhr der Reformation. Der Kinderfernsehsender Kika zeigt ab 15 Uhr den Kinofilm "Storm und der verbotene Brief", in dem ein zwölfjähriger Junge selbst Briefe Luthers druckt und verteilt. In "Triff Martin Luther" ist Geschichtsreporterin Amy unterwegs, die Kindernachrichten "logo!" sind vor Ort in Wittenberg.

Ab 22 Uhr zeigt das ZDF das Pop-Oratorium "Luther - Das Projekt der 1000 Stimmen", an dem 4.000 Sänger aus ganz Deutschland mitwirken. Der WDR zeigt ab 21 Uhr die "Reformationsgala - Luther teuflisch gut" - live aus Bonn mit Eckart von Hirschhausen. Das Erste wiederholt um 23.45 Uhr den Spielfilm "Luther" mit Joseph Fiennes.

Feiertagsgottesdienste können die Zuschauer am 31. Oktober im Ersten und im BR live verfolgen. Ab 10 Uhr überträgt der BR den Festgottesdienst aus der Nürnberger Lorenzkirche, wo auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, predigen wird. Das Erste überträgt am Nachmittag (15 Uhr) den Festgottesdienst zur Reformation aus der Schlosskirche in der Lutherstadt Wittenberg. Den anschließenden Festakt mit einer Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigt das ZDF ab 17 Uhr.

Für die Fernsehzuschauer, die nicht bis zum Reformationstag warten wollen, bietet das Programm auch vorab schon viel an: Das ZDF stimmt seine Zuschauer am 30. Oktober mit einem neuen Spielfilm auf den Feiertag ein. In dem historischen Zweiteiler "Zwischen Himmel und Hölle" wird Luther als widersprüchlicher Held gezeigt. Maximilian Brückner spielt in dieser Produktion den Reformator. Im SWR überträgt der Doku-Thriller "Die Luther-Matrix" die Ideen Luthers auf einen Whistleblower, der in der heutigen Zeit lebt. Der MDR überträgt ab 19.30 Uhr einen Konzertabend zu Ehren Luthers aus der Eisenacher Georgenkirche, der BR porträtiert die evangelische Theologin Margot Käßmann ab 22 Uhr.

Auf Luthers Spuren in Hessen führt die HR-Dokumentation "Als Luther die A5 überquerte" am 29. Oktober. Arte zeigt um 22.55 Uhr die neue Dokumentation "Luthers Lieder", die sich mit dem Reformator als Sänger befasst. Einen Tag zuvor reist 3sat in "Und wenn die Welt voll Teufel wär" zu den Orten der Reformation. Genau eine Woche vor dem Reformationstag zeigt der RBB am 24. Oktober zwei Dokumentationen zu Luther, "Genosse Luther" und "Luther in Brandenburg".

Von Patricia Averesch (epd)