Kirche
Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat in Dortmund seine Geschäftsstelle eröffnet (hintere Reihe Mitte: Kirchentagspräsident Leyendecker).
© epd-bild / Friedrich Stark
Geschäftsstelle des Kirchentags in Dortmund eröffnet
Leyendecker: Mit Kommunikation gegen Spaltung der Gesellschaft
Dortmund (epd). Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat in Dortmund seine Geschäftsstelle eröffnet. Kirchentagspräsident Hans Leyendecker rief am 19. Januar angesichts einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft zu mehr Austausch auf. Über das, was in der Welt und konkret in den einzelnen Kommunen geschehe, müsse man ins Gespräch kommen und Lösungen anbieten.

Bislang seien die ersten 40 Mitarbeiter in die neue Geschäftsstelle an der Kronenburgallee gezogen, hieß es. Bis Januar 2019 soll das Team auf rund 100 Mitarbeitende anwachsen. Es sei nicht einfach gewesen, passende Räumlichkeiten für die Büros zu finden, erklärte Vorstand Carsten Kranz. Jetzt sei man aber sehr zufrieden. Die Mitarbeiter sind laut Kranz zuständig für Planung, Technik, Werbung und Finanzen.

Kirchenrat Jan-Dirk Döhling von der Gast gebenden Evangelischen Kirche von Westfalen erklärte, es werde auch darum gehen, Distanzen zwischen Ländern und Menschen, Ethnien und Religionen, zwischen Kirche und Gesellschaft nicht größer und unüberwindbarer, sondern kleiner und begehbar zu machen. Das sei eine der großen Aufgaben und eines großen Talente des Kirchentages.

Das Mitglied im Diözesenkomitee im Erzbistum Paderborn, Hans-Georg Hunstig, wünschte dem Evangelischen Kirchentag, dem Katholikentag in Münster sowie dem Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main "Gottes Segen, eine fruchtbare Vorbereitung, eine gelingende Durchführung und ganz viele ökumenische Impulse des Kirchentages."

Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag findet unter der Losung "Was für ein Vertrauen" vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund statt. Die Veranstalter erwarten dazu rund 100.000 Dauerteilnehmer. Nach 1963 und dem Ruhrgebietskirchentag 1991 wird zum dritten Mal nach Dortmund eingeladen. Das Protestantentreffen wird alle zwei Jahre an wechselnden Orten veranstaltet.