Medien
GEP-Direktor: Ohne Publizistik hat Kirche keine Zukunft
Schwäbisch Gmünd (epd). Der Direktor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), Jörg Bollmann, hält kirchliche Medienangebote für unverzichtbar. "Es gibt keine Zukunft der Kirche in einer pluralen Gesellschaft ohne ihre Publizistik", sagte Bollmann am 12. Januar beim Christlichen Medienkongress in Schwäbisch Gmünd. Ohne die evangelische Publizistik lasse sich Religion in einer säkularen Gesellschaft nicht vermitteln.

"Dieses Land benötigt die christliche Religion, auch als Träger der kulturellen Vielfalt", betonte Bollmann. Wie kaum eine andere zivilgesellschaftliche Institution förderten die beiden großen Kirchen "kulturelle Infrastruktur, kulturelles Gedächtnis und kulturelle Bildung in Deutschland". "Wenn wir unsere Kinder und Enkelkinder nicht in eine kulturlose Gesellschaft schicken wollen, müssen wir alles dafür tun, dass sich die Horrorszenarien eines sich glaubens- und religionsleerenden Staatsgebildes nicht realisieren", sagte der GEP-Direktor. Den evangelischen Publizisten komme dabei eine wesentliche Aufgabe zu.

Grundlegend sei die im reformatorischen Glaubensverständnis angelegte Unabhängigkeit der evangelischen Publizistik, die den Ansprüchen an Qualitätsjournalismus entspreche. "Wir sind in der evangelischen Publizistik verpflichtet zu einer unabhängigen Berichterstattung über das kirchliche Leben und die christliche Lebenswirklichkeit sowie zu einer kritischen Begleitung kirchlicher Vorgänge", sagte Bollmann.

Das GEP ist die zentrale Medieneinrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ihrer Landeskirchen und Werke sowie der evangelischen Freikirchen. Zum GEP gehört unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd).