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Rund 10.000 Teilnehmer bei kirchlichem "Willow Creek"-Kongress

Rund 10.000 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aus Kirchen im deutschsprachigen Raum suchen noch bis Samstag in Hannover nach Impulsen für ihre Gemeindearbeit. Der Leitungskongress ist der zweitgrößte in der Geschichte der christlichen Organisation "Willow Creek" mit Wurzeln in den USA, sagte der Vorsitzende von "Willow Creek Deutschland", Ulrich Eggers, am Donnerstag in Hannover. Unter dem Motto "Zukunft - Hoffnung - Kirche" feiert die Bewegung zudem das 20-jährige Bestehen der Kongresse in Deutschland.

In den Vorträgen mit Musik, Theater und Film soll es auch um die Flüchtlingskrise gehen. Es reiche nicht mehr, nur etwas für Menschen in Not zu geben, sagte der Professor für Praktische Theologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Michael Herbst: "Wir müssen von einer Haltung des Gebens zu einer Haltung des Teilens kommen." Das könne vor allem die Kirche gut vermitteln.

Zehn Vorträge von Referenten aus Deutschland, den USA, Australien, Uganda und der Schweiz sollen die Kongressbesucher für ihre Arbeit inspirieren. Zu den Referenten zählen unter anderem der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener, und der amerikanische Pastor, der die Gemeinde 1975 in South Barrington bei Chicago gegründet hat, Bill Hybels. Auf einer Messe stellen christliche Initiativen ihre Arbeit vor.

"Willow Creek Deutschland" veranstaltet den Leitungskongress alle zwei Jahre. Die "Willow Creek"-Vereinigung wurde 1992 als Netzwerk zwischen christlichen Gemeinden gegründet. Zu diesem Netz gehören heute weltweit etwa 11.000 Gemeinden. "Willow Creek Deutschland" arbeitet überkonfessionell. Die Organisation gehört unter anderem zur Deutschen Evangelischen Allianz und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste.