Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Rheinischer Präses warnt vor Folgen vorgeburtlicher Diagnostik

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, hat vor den gesellschaftlichen Folgen neuer Methoden der Pränataldiagnostik gewarnt. "Wenn Untersuchungen auf bestimmte Krankheiten flächendeckend zum Einsatz kommen, hat das weitreichende Konsequenzen", erklärte Rekowski am Freitag in Düsseldorf anlässlich der kirchlichen "Woche für das Leben", die am Samstag startet.

"Ich sehe die große Gefahr, dass das Recht auf Leben immer stärker von bestimmten gesellschaftlich normierten Kriterien abhängig gemacht wird", warnte der leitende Theologe der zweitgrößten evangelischen Landeskirche. Das widerspreche dem christlichen Menschenbild, das jedem Menschen dieselbe Würde und ein von Gott gegebenes Recht auf Leben zuschreibe. "Eine Gesellschaft, die dem biblischen Menschenbild gerecht wird, ist inklusiv, nicht selektiv."

Am Samstag starten die evangelische und katholische Kirche in Deutschland ihre traditionelle "Woche für das Leben". Bis 21. April steht dabei das Thema Pränataldiagnostik im Mittelpunkt. Die ökumenische Initiative für den Lebensschutz steht unter dem Motto "Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!". Eröffnet wird die Aktionswoche mit einem Gottesdienst im Trierer Dom.