Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Reformkatholiken diskutieren über sexualisierte Gewalt in der Kirche

Die reformkatholische Bewegung "Wir sind Kirche" beschäftigt sich bei ihrer 38. Bundesversammlung in Osnabrück mit dem Thema "Sexualisierte Gewalt in der Kirche". Die theologische Auseinandersetzung mit dem Thema stehe noch aus, sagte der Vorsitzende Christian Weisner am Freitag zum Auftakt des dreitägigen Treffens. Das eigentliche Problem sei die Über- und Unterordnung zwischen Priestern und Gläubigen. Notwendig wäre die Ordination von Frauen für den priesterlichen Dienst.

Die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beraten bis Sonntag zudem über die Umwelt-Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus. Auf dem Programm stehen auch die Flüchtlingskrise, die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Kirche, der Katholikentag 2016 in Leipzig und das 500. Reformationsjubiläum 2017.

Die Laienbewegung setzt sich für Reformen innerhalb der katholischen Kirche ein. Dazu gehören mehr Mitbestimmung der Kirchenbasis, ein Ende der Trennung zwischen Priestern und Laien, mehr Ämter für Frauen und die Aufhebung des Zölibats. Die Initiative ging aus einem "Kirchenvolksbegehren" zur Erneuerung der römisch-katholischen Kirche hervor, das 1995 von rund 2,5 Millionen Menschen unterschrieben wurde.