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Reformierter Bund: Rechtsstaatliche Mittel auch in Terrorzeiten

Der Reformierte Bund hat die Bedeutung von zivilen und rechtsstaatlichen Mitteln bei der nationalen und internationalen Verbrechensbekämpfung auch in Zeiten des Terrors betont. "Wir schauen auf Militäreinsätze und sehen großes Versagen", sagte der Moderamen des Reformierten Bundes, Martin Engels, bei der Vorstellung einer friedenspolitischen Erklärung am Samstag im niederrheinischen Moers. Der sogenannte Zwischenruf trägt den Titel "Die Welt, unsere Angst und der Gott des Friedens".

Der Terrorismus in Europa sei auch im Zusammenhang mit gescheiterten Militäreinsätze zu sehen, heißt es in der Erklärung. Daher sei ursachenorientierte Gewaltprävention militärischen Maßnahmen vorzuziehen, um einen weiteren Gewaltexzess zu unterbinden.

Engels sieht den elfseitigen Zwischenruf als "Selbstvergewisserung" mit später folgenden Handlungsanleitungen für die Gemeinden. Der Reformierte Bund hatte sich zuletzt 1982 zur "Friedensverantwortung der Kirche" geäußert.

Der Dachverband der 1,5 Millionen evangelisch-reformierten Christen in Deutschland war von Donnerstag bis Samstag in Moers zu seiner Hauptversammlung unter dem Motto "Was uns verbindet" zusammengekommen. Die friedenspolitische Erklärung beschloss die alle zwei Jahre tagende Versammlung.