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Reformierte Kirche kritisiert Ehe-Gesetz der EKD

Das Kirchenparlament der Evangelisch-reformierten Kirche hat ein Gesetz kritisiert, demzufolge alle Ehepartner von Pastorinnen und Pastoren evangelisch sein sollten. Die 62 Synodalen berieten am Donnerstag auf ihrer Herbsttagung in der Emder Johannes-a-Lasco-Bibliothek über das Pfarrerdienstgesetz, das allen 22 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vorliegt. Es wurde 2010 von der EKD-Synode verabschiedet. Die reformierte Kirche hält diese Regelung für überflüssig.

Die Klausel vermittele ein Pfarrerbild, das bei der reformierten Kirche keine Unterstützung finde, sagte Vizepräsident Johann Weusmann. "Es ist nicht nötig, Ehe und Familie besonders hervorzuheben." In der Begründung der EKD heißt es hingegen, je größer die Distanz des Ehepartners zur evangelischen Religion oder Weltanschauung sei, desto größer sei die Gefahr einer Beeinträchtigung des Pfarrdienstes.

Kirchenpräsident Jann Schmidt erinnerte vor der Synode an das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017, mit dem die EKD an den Thesenanschlag Martin Luthers vor 500 Jahren erinnern will. Es könne nicht nur darum gehen, Martin Luther zu feiern, sagte er. Auch nach 2017 sollte an die reformierten Begründer der Bewegung wie Calvin, Zwingli, Melanchthon oder Johannes a Lasco erinnert werden. Der reformierten Kirche mit Sitz in Leer (Ostfriesland) gehören 188.000 Mitglieder in 146 Gemeinden an.

Internet: www.reformiert.de