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Rede Bergoglios vor der Wahl zum Papst veröffentlicht

Der kubanische Kardinal Jaime Ortega hat die Rede von Jorge Maria Bergoglio veröffentlicht, die der damalige Erzbischof von Buenos Aires vor dem Konklave hielt, das ihn wenige Tage später zum Papst wählte. In der Rede vom 9. März 2013 skizzierte der Erzbischof seine Forderungen an den künftigen Papst. Nun hatte Ortega das Kirchenoberhaupt um seine handschriftlichen Notizen und die Erlaubnis gebeten, diese zu veröffentlichen, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" (Freitag).

Der spätere Papst Franziksus wünschte in seiner Rede eine Kirche, die "nicht von theologischem Narzissmus" beherrscht werde. Vielmehr müsse die Kirche "aus sich selbst heraus an die Peripherien" gehen, sagte er. Manchmal klopfe Jesus Christus an die Tür, nicht um herein- sondern um herauszukommen.

Bergoglio wurde am 13. März 2013 zum Papst gewählt, nachdem sich eine Mehrheit der Kardinäle für Reformen der vatikanischen Kurie ausgesprochen hatte. Als Papst Franziskus verfügte er Lockerungen im Umgang mit Familien, die nicht den Ansprüchen der traditionellen katholischen Lehre entsprechen. In konservativen Kirchenkreisen riefen diese Schritte starken Widerstand hervor.