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Patriarch Bartholomäus I. kommt nach Deutschland

Das Ehrenoberhaupt der orthodoxen Weltkirche, Patriarch Bartholomäus I., besucht Ende Mai Deutschland. Der Patriarch reist am 29. Mai zunächst nach Stuttgart, wie Bischof Bartholomäus von Arianz von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag in Bonn sagte. Dort treffe Bartholomäus I. den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne).

Am Tag darauf bekomme er die Ehrendoktorwürde der Universität Tübingen, sagte Bischof Bartholomäus von Arianz weiter. Am 31. Mai reise der Patriarch für verschiedene Termine nach Berlin, der Deutschland-Besuch ende am 2. Juni.

Schätzungen zufolge gibt es weltweit rund 300 Millionen orthodoxe Christen, etwa eine Million davon in Deutschland. Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel mit Sitz im heutigen Istanbul nimmt eine Art Ehrenvorsitz in der Orthodoxie wahr.

Die orthodoxen Kirchen gehören zu den großen Konfessionsfamilien des Christentums. Es sind jene Kirchen, die in der östlichen Hälfte des Römischen Reiches entstanden sind oder von dort aus durch Mission gegründet wurden. Aufgrund des Entstehungsgebietes werden sie auch "Ostkirchen" genannt. Nach jahrhundertelangem Streit um theologische, politische und kulturelle Fragen spaltete sich das Christentum im 11. Jahrhundert endgültig in einen östlichen und einen westlichen Zweig. Die orthodoxe sowie die römisch-katholische Kirche entwickelten sich danach weitgehend unabhängig voneinander.