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Pastor wegen Kinderpornos zu Geldstrafe verurteilt

Ein Pastor einer Baptistengemeinde in Ostfriesland ist wegen des Besitzes von vier Dateien mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten vom Amtsgericht in Leer zu 6.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht sei von einem weniger schweren Fall ausgegangen, bestätigte ein Sprecher am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Ehemann und Vater von zwei Kindern hatte die Dateien heruntergeladen und in einem Fall auch eine Datei in das Internet hochgeladen. Der Theologe habe gestanden und seine Tat bereut.

Einem Bericht der in Leer erscheinenden "Ostfriesen-Zeitung" (Dienstag) zufolge war der Theologe zunächst nur auf eine anstößige Seite im Internet gestoßen und habe diese bei der Polizei angezeigt. Dann aber habe er die "Nutzer" solcher Seiten verstehen wollen und in einem Chatroom mit ihnen kommuniziert. Auf Nachfrage der Staatsanwaltschaft habe er eingeräumt, dass es dabei auch um "Stimulation" gegangen sei. Die Dateien hätten "eine Macht" über ihn gehabt. Mittlerweile habe er ein Beichtgespräch mit einem Kollegen geführt. Der Reiz der Bilder sei nicht mehr da.

Dem Zeitungsbericht zufolge hatte die Polizei bei Ermittlungen die IP-Adresse des Pastors zurückverfolgt und im vergangenen Frühjahr dessen Wohnung durchsucht. Dabei sei ein Speicher-Stick mit den vier Videodateien gefunden worden. Obwohl die Daten bereits gelöscht gewesen seien, hätten Computerexperten der Polizei sie wieder herstellen können. Die Kirchengemeinde habe ihren Pastor verziehen, so dass er weiterhin in der Gemeinde arbeiten könne.