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Papst spricht in Fatima seherische Kinder heilig

Papst Franziskus wird am 13. Mai die zwei Hirtenkinder Francisco und Jacinta Marto heiligsprechen, denen 1917 im portugiesischen Fatima wiederholt die Gottesmutter Maria erschienen sein soll. Das kündigte er am Donnerstag im Vatikan bei einer Versammlung der Kardinäle an. Die Heiligsprechung wird der Papst zu Beginn der Messe im Marienheiligtum von Fatima vornehmen, mit der er des 100. Jahrestags der dortigen Marienerscheinungen gedenkt. Fatima ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der Welt, der von Millionen Pilgern besucht wird.

Den beiden Hirtenkindern und ihrer Cousine Lucia dos Santos soll die Gottesmutter zwischen Mai und Oktober 1917 jeweils am 13. des Monats erschienen sein. Dabei soll sie den Zweiten Weltkrieg und das Attentat auf Papst Johannes Paul II. vorhergesagt haben. Die beiden künftigen Heiligen starben wenige Jahre nach den Visionen. Dos Santos starb 2005 im Alter von 97 Jahren. Für sie läuft ein Seligsprechungsverfahren.

Vor den versammelten Kardinälen kündigte der Papst überdies für den 15. Oktober die Heiligsprechung von dreißig Märtyrern aus Brasilien an. Diese waren im 17. Jahrhundert Opfer eines Massakers, das niederländische Truppen verübten.

Am selben Tag will Franziskus auch drei mexikanische Jugendliche heiligsprechen, die als erste amerikanische Märtyrer gelten. Sie wurden 1529 wenige Jahre nach der Ankunft der ersten Missionare auf dem amerikanischen Kontinent aus Hass auf ihren neuen Glauben umgebracht.