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Papst prangert in Mexiko Gewalt und Korruption an

Papst Franziskus hat zum Auftakt seiner Mexiko-Reise Gewalt und Korruption in dem lateinamerikanischen Land angeprangert. Bei einer Begrüßungszeremonie im Regierungspalast von Mexiko-Stadt beklagte Franziskus, das viele Leid, das etwa die Drogenkriminalität verursache, bremse die Entwicklung des Landes. Er forderte den Aufbau eines "menschenwürdigen politischen Lebens", in dem sich niemand als Opfer fühle.

Die politisch Verantwortlichen Mexikos müssten dafür sorgen, dass alle Bürger "effektiv Zugang zu den unerlässlichen materiellen und geistigen Gütern erhalten", fügte der Papst hinzu. Dazu zählten angemessener Wohnraum, menschenwürdige Arbeit, Ernährung, Gerechtigkeit, Sicherheit, eine gesunde Umwelt und Frieden, mahnte der Papst.

Franziskus kam am Freitagabend direkt aus Kuba, wo er zu einem historischen Treffen mit dem Moskauer Patriarchen Kyrill zusammengekommen war. Bei der Papst-Visite in Mexiko stehen bis Mittwoch Treffen mit Politikern, Bischöfen, Häftlingen und indigenen Gläubigen auf dem Programm.

Am Samstagnachmittag (Ortszeit) wollte der Papst unter anderem die Muttergottes-Statue von Guadalupe krönen. Zum Abschluss der Reise ist am Mittwoch eine Messe in Ciudad Juárez in Nordmexiko in der Nähe der vergitterten Grenze zu den USA geplant.