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Papst bedauert Missbrauchsfälle in der Kirche

Die katholische Kirche ist nach den Worten von Papst Franziskus in der Vergangenheit nicht konsequent genug gegen Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen vorgegangen. "In der katholischen Kirche gibt es ein wachsendes Bewusstsein, dass sie nicht ausreichend für Schutz von Minderjährigen in ihrem Innern gesorgt hat", sagte er am Freitag bei einer Audienz für Teilnehmer einer Konferenz über Kindsmissbrauch im Internet. Die Kirche müsse die Verantwortung für gravierende Taten anerkennen, die in den vergangenen Jahren ans Licht gekommen seien, sagte er vor den Teilnehmern der von der päpstlichen Gregoriana-Universität ausgerichteten Tagung.

Die Kirche fühle sich heute in besonderem Maß dem Schutz von Kindern verpflichtet, betonte das Kirchenoberhaupt. Franziskus warnte davor, die Folgen von Kinderpornografie und anderen Formen von sexuellem Missbrauch Minderjähriger im Internet zu unterschätzen. Der Kampf gegen diese Vergehen dürfe nicht durch einen falsch verstandenen Begriff von Freiheit im Internet gebremst werden, betonte Franziskus.

Die Teilnehmer der viertägigen Konferenz forderten in einer Abschlusserklärung, die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen, Internet-Unternehmen und Religionsgemeinschafen zu verstärken. "Das Ausmaß von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung von Kindern im Internet ist schockierend", heißt es darin. Als globales Problem erfordere es globale Lösungen.