Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Orthodoxe Kirchen

Die orthodoxen Kirchen gehören zu den großen Konfessionsfamilien des Christentums. Es sind jene Kirchen, die in der östlichen Hälfte des Römischen Reiches entstanden sind oder von dort aus durch Mission gegründet wurden. Aufgrund des Entstehungsgebietes werden sie auch "Ostkirchen" genannt. Nach jahrhundertelangem Streit um theologische, politische und kulturelle Fragen spaltete sich das Christentum im 11. Jahrhundert endgültig in einen östlichen und einen westlichen Zweig. Die orthodoxe sowie die römisch-katholische Kirche entwickelten sich danach weitgehend unabhängig voneinander.

Weltweit bezeichnen sich Schätzungen zufolge von zwei Milliarden Christen bis zu 300 Millionen als orthodox. Allein die Russische Orthodoxe Kirche repräsentiert rund ein Drittel aller orthodoxen Christen.

In Deutschland gibt es rund eine Million orthodoxe Christen unterschiedlicher Prägung. Die Weltorthodoxie ist in lokale Kirchen gegliedert, die stark auf die jeweilige Nation bezogen sind. Die einzelnen Landeskirchen sind selbstständig (autokephal). Den orthodoxen Patriarchaten ist kein Kirchenoberhaupt übergeordnet. Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel mit Sitz im heutigen Istanbul nimmt eine Art Ehrenvorsitz in der Orthodoxie wahr, hat aber keine Jurisdiktionsgewalt.