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Notfallseelsorge schaltet Hotline für Betroffene des Zugunglücks

Die Notfallseelsorge hat eine Hotline für Betroffene des Zugunglücks von Bad Aibling freigeschaltet. Von Mittwoch bis Freitag (12. Februar) stünden Seelsorger unter der Nummer 0174/8434727 für Gespräche zur Verfügung, sagte Hermann Saur, Leiter der Notfallseelsorge in der Erzdiözese München-Freising, auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Die Hotline richte sich an Menschen, die nach dem Zugunglück leicht- oder unverletzt nach Hause gegangen seien, aber jetzt das Erlebte gern besprechen möchten.

"Oft treten typische Schockreaktionen erst Tage nach dem Unglück auf", sagte Saur. Sogenannte "Flashbacks" oder nervöse Unruhe seien "normale Reaktionen auf ein nicht normales Ereignis". Die Notfallseelsorge könne helfen, die Eindrücke des Unglücks zu bewältigen. Bei dem Zugunglück am Dienstag waren bei Bad Aibling zwei Personenzüge frontal zusammengestoßen. Zehn Menschen kamen ums Leben, rund 80 wurden verletzt. Ein ökumenisches Team von Notfallseelsorgern hatte sich um Verunglückte und Angehörige gekümmert.