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Nach Busunglück 30 sächsische Notfallseelsorger im Einsatz

Nach dem Busunglück mit 18 Toten am Montag in Bayern sind in Sachsen viele Notfallseelsorger im Einsatz. Etwa 30 ehrenamtliche Mitarbeiter hätten Angehörigen nach dem Unglück Todesnachrichten überbracht, sagte Polizeiseelsorger Christian Mendt am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Leipzig. Laut Mendt stammten alle Opfer aus dem Freistaat. In 15 Fällen hätten die Seelsorger Angehörige angetroffen.

Der Reisebus aus Sachsen war am Montagmorgen auf der Autobahn 9 im oberfränkischen Münchberg auf einen Lastwagen aufgefahren und in Brand geraten. 18 Menschen starben, 30 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der Bus war mit 46 Passagieren im Alter zwischen 41 und 81 Jahren sowie zwei Fahrern besetzt.

Mendt, der auch Koordinator für Notfallseelsorge bei der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist, sagte, der Einsatz der Notfallseelsorger beschränke sich auf die "Akutsituation". Auf Wunsch würden Angehörige auch weiter betreut. "Einige wollen das aber gar nicht" und wendeten sich an Freunde oder Bekannte, sagte Mendt.