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Lutherforscher zur Mühlen gestorben

Der evangelische Theologe und Lutherforscher Karl-Heinz zur Mühlen ist tot. Der Kirchenhistoriker, der mehr als 30 Jahre der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn angehörte, ist am vergangenen Freitag im Alter von 76 Jahren gestorben, wie der Dekan Günter Röhser am Dienstag mitteilte. Zur Mühlen habe sich als Lutherforscher und Reformationshistoriker einen Namen gemacht.

Neben seiner Tätigkeit als Professor für Kirchengeschichte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 stand zur Mühlen der Bonner Fakultät auch als Dekan von 1992 bis 1994 vor. Zudem war er als Ko-Direktor des Ökumenischen Instituts tätig und übernahm auch Aufgaben im Rahmen der Partnerschaft mit der Universität von Oxford. Seit 1987 engagierte sich zur Mühlen im Vorstand der Luther-Gesellschaft.

Auf Einladung der "Kirchengeschichtlichen Kommission der Mainzer Akademie der Wissenschaften" überprüfte zur Mühlen die Editionslage zu den Akten und Berichten der Religionsgespräche von Hagenau und Worms der Jahre 1540/41. Daraus entstand ab 1991 das Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Herausgabe der Akten und Berichte zu den deutschen Religionsgesprächen im 16. Jahrhundert.

Geboren und aufgewachsen in Bielefeld studierte zur Mühlen Theologie in Bethel, Heidelberg und Zürich. 1969 folgte die Promotion in Zürich, nachdem er zuvor mit seinem Doktorvater Gerhard Ebeling das Institut für Hermeneutik in Tübingen aufgebaut hatte. Die Habilitation folgte 1978 in Tübingen.