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Lutheraner werben für Kooperation mit Muslimen

Angesichts des Missbrauchs von Religion durch islamistische Terroristen hat der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Munib Younan, die Angehörigen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zu mehr Kooperation aufgerufen. Younan verwies am Donnerstag in Genf auf die Zusammenarbeit zwischen dem Lutherischen Weltbund (LWB) und der Hilfsorganisation Islamic Relief Worldwide.

Die Lutheraner und Islamic Relief Worldwide versorgten gemeinsam in Jordanien Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien und Opfer des Erdbebens in Nepal im vergangenen Jahr. "Das wird uns dabei helfen, in einer besseren Welt - einer Welt der Akzeptanz - zu leben", teilte Younan mit. Im Lutherischen Weltbund sind 145 Mitgliedskirchen mit 72 Millionen Christen zusammengeschlossen.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, deren Bischof Younan ist, betreibe Schulen und Bildungseinrichtungen, von denen Christen wie Muslime profitierten. Younan betonte zudem seine Unterstützung für die "Erklärung von Marrakesch": Islamische Gelehrte und Angehörige anderer Religionen hatten am 27. Januar religiöse Intoleranz, Hass und Gewalt verurteilt und die Religionsfreiheit verteidigt.