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Luther-Oratorium feiert Weltpremiere in Halle

Die Uraufführung des Konzerts "Luther - ein Oratorium" soll einen musikalischen Höhepunkt im diesjährigen 500. Reformationsjubiläum setzen. Am 22. und 23. Oktober wird das Werk des argentinischen Komponisten Oscar Strasnoy nach einem Libretto von Christoph Hein in der Georg-Friedrich-Händel-Halle in Halle seine Weltpremiere feiern, wie die Veranstalter am Mittwoch in Berlin ankündigten. Der Kompositionsauftrag wurde initiiert von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Schriftsteller Christoph Hein sagte in Berlin, das Libretto spiegele seine Sicht auf Luther und die Welt. "Luther war ein großer Machtmensch, selbstbewusst, auch arrogant. Das gehörte dazu, um eine solche Reformation anzustoßen." Hein fügte hinzu, das Stück ende mit dem ökumenischen Gedanken. Insgesamt sind am Oratorium 60 Mitwirkende beteiligt, darunter sieben Solisten, ein Chor und ein Orchester.

In acht Szenen werde die bewegte Zeit vom Reformationsjahr 1517 bis zum Reichstag zu Speyer 1529 geschildert, hieß es. Luthers Verteidigung seiner Kirchenkritik vor Papst Leo X. und dem deutschen Kaiser Karl V. biete spannendes Konflikt-Potenzial. Es gebe auch einen lokalen Bezug, wenn der verbannte Luther 1521 durch Halle flüchte.