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Londoner Bischof gegen Zeremonien für homosexuelle Paare

Der Londoner Bischof Richard Chartres hat sich gegen Zeremonien für gleichgeschlechtliche Paare in anglikanischen Kirchen ausgesprochen. Chartres wies damit die Forderung von Londoner Geistlichen zurück, die Partnerschafts-Zeremonien für Homosexuelle anbieten wollten, wie die britische Tageszeitung "The Guardian" am Freitag berichtete.

In Großbritannien können gleichgeschlechtliche Paare seit 2004 eine eingetragene Partnerschaft eingehen. 2010 hob die Regierung das Verbot auf, solche Partnerschaften in Gotteshäusern zu schließen. In der anglikanischen Kirche von England ist das bislang aber nicht möglich. Die Entscheidung darüber müsse die Generalsynode treffen, hieß es in einer Stellungnahme der Kirche aus dem Jahr 2011.

Bischof Chartres sagte, er halte es für richtig, dass das Thema offen diskutiert werde. Derzeit gebe es für die Kirche aber wichtigere Themen, etwa die Wirtschaftskrise und die kirchliche Einheit. Mehr als 100 anglikanische Geistliche hatten den Bischof aufgefordert, Partnerschaftszeremonien in Gotteshäusern zu erlauben. Nach Informationen des "Guardian" wollen sie sich nun an die Generalsynode wenden.